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Kanada beantragt Beitritt zur britisch geführten Joint Expeditionary Force

Kanada will der vom Vereinigten Königreich geführten Joint Expeditionary Force beitreten. Mit dem Antrag revidiert Ottawa eine Entscheidung von vor mehr als zehn Jahren. Die konkreten Verpflichtungen einer Mitgliedschaft sind noch offen.

Kanada beantragt Beitritt zur britisch geführten Joint Expeditionary Force
Foto: CBC World

Kanada hat offiziell die Aufnahme in die Joint Expeditionary Force (JEF) beantragt. Die von Großbritannien geführte militärische Kooperation soll eine schnelle und flexible Zusammenarbeit ihrer Mitglieder ermöglichen. Mit dem Antrag revidiert die kanadische Regierung eine Entscheidung, die mehr als zehn Jahre zurückliegt.

Die JEF entstand vor dem Hintergrund des Afghanistan-Krieges. Nach dem russischen Einmarsch in die Ukraine wurde das Bündnis neu ausgerichtet. Welche Rolle Kanada innerhalb der Gruppe übernehmen könnte und welche konkreten Verpflichtungen mit einer Mitgliedschaft verbunden wären, ist nach den vorliegenden Informationen noch nicht geklärt.

Im Mittelpunkt steht damit zunächst der formelle Antrag Ottawas. Über dessen weitere Behandlung sowie über die genauen Bedingungen einer möglichen Aufnahme liegen in den vorliegenden Angaben keine näheren Informationen vor. Auch ist nicht bekannt, welche militärischen Beiträge Kanada im Fall einer Mitgliedschaft leisten müsste.

Die Joint Expeditionary Force ist auf eine rasche und flexible militärische Zusammenarbeit ausgerichtet. Die Neuausrichtung nach dem russischen Einmarsch in die Ukraine verweist dabei auf die veränderten sicherheitspolitischen Rahmenbedingungen, unter denen die Gruppe heute arbeitet. Für Kanada würde ein Beitritt eine erneute Annäherung an die britisch geführte Initiative bedeuten, nachdem Ottawa seine frühere Entscheidung nun korrigiert hat.

Die Nachricht wurde von CBC World veröffentlicht. Weitere Einzelheiten zu dem Antrag und möglichen nächsten Schritten wurden in den vorliegenden Informationen nicht genannt.

Quelle: CBC World ↗