Der US-Militäreinsatz im Iran hat nach einer Analyse des Congressional Budget Office (CBO) bereits erhebliche Kosten verursacht. Bis Anfang August seien für Waffen und Munition rund 38 Milliarden US-Dollar ausgegeben worden, heißt es in dem Bericht. Für jeden weiteren Monat des Konflikts veranschlagt die Behörde zusätzliche Ausgaben von mindestens zwei bis drei Milliarden Dollar.
Die Einschätzung bezieht sich auf die Kosten, die den Vereinigten Staaten durch den Einsatz von Waffen und Munition entstehen. Nach Angaben der Analyse habe das Pentagon den Prüfern dafür keine aktuellen Zahlen zur Verfügung gestellt. Damit beruht die Bewertung des CBO auf der ihm vorliegenden Informationsgrundlage.
Neben den finanziellen Belastungen warnt der Bericht vor möglichen Engpässen bei der Raketenabwehr. Demnach seien bereits zwei Drittel der US-Abfangraketen eingesetzt worden. Betroffen sind den Angaben zufolge unter anderem die Bestände für Patriot- und THAAD-Systeme.
Die begrenzten Produktionskapazitäten könnten den Wiederaufbau der Vorräte erschweren. Nach Einschätzung des Congressional Budget Office würden die Bestände frühestens innerhalb von fünf Jahren wieder das Niveau vor dem Konflikt erreichen. Die Behörde verweist damit auf einen möglichen längerfristigen Zeitraum, in dem die verfügbaren Abfangraketen unter dem früheren Bestand bleiben könnten.
Die Angaben betreffen die militärischen Fähigkeiten der USA im weiteren Sicherheitsumfeld des Nahen Ostens. Der Bericht stellt dabei sowohl die laufenden Kosten des Einsatzes als auch die Folgen für die Raketenabwehrbestände in den Mittelpunkt. Wie stark die Vorräte künftig beansprucht werden, wird in den vorliegenden Informationen nicht näher ausgeführt.
Das Pentagon weist Berichte über fehlende Munition zurück. Damit stehen die Einschätzungen des CBO und die Darstellung des US-Verteidigungsministeriums nebeneinander. Während die Analyse auf den hohen Verbrauch und die lange Dauer eines möglichen Wiederaufbaus der Bestände hinweist, bestreitet das Pentagon, dass es an Munition mangele.
Die monatliche Kostenprognose des CBO würde bei einer Fortsetzung des Konflikts zu weiteren erheblichen Belastungen für die Vereinigten Staaten führen. Gleichzeitig könnte die von der Behörde genannte Wiederbeschaffungsdauer für Patriot- und THAAD-Abfangraketen die Planung der US-Raketenabwehr über Jahre beeinflussen. Konkrete aktuelle Bestandszahlen des Pentagons liegen den vorliegenden Angaben zufolge jedoch nicht vor.