Die US-Justiz hat Anklage gegen fünf Männer erhoben, die im Auftrag russischer Geheimdienste Attentate auf Gegner des Kremls vorbereitet haben sollen. Zu den mutmaßlich geplanten Anschlägen gehört nach Angaben der Anklage auch ein Mord an einem Kremlgegner in Washington. Die Vorwürfe sind Gegenstand eines laufenden US-Verfahrens.
Den Beschuldigten wird demnach vorgeworfen, als Teil eines mutmaßlichen Netzwerks tätig gewesen zu sein. Dieses soll Vorbereitungen für Attentate gegen Personen getroffen haben, die als Gegner der russischen Führung gelten. Welche konkreten Schritte im Zusammenhang mit dem geplanten Mord in der US-Hauptstadt unternommen worden sein sollen, geht aus den vorliegenden Informationen nicht hervor.
Neben den mutmaßlichen Attentatsplänen wirft die US-Justiz dem Netzwerk auch die Organisation von Sabotageaktionen in Europa vor. Damit umfasst die Anklage nach den bisher bekannten Angaben sowohl mögliche Anschlagsvorbereitungen als auch Aktivitäten gegen Ziele in europäischen Staaten.
Die US-Behörden stellen die Vorgänge als mutmaßliche Zusammenarbeit mit russischen Geheimdiensten dar. Ob und in welchem Umfang die Beschuldigten die ihnen vorgeworfenen Handlungen eingeräumt haben, ist aus den vorliegenden Informationen nicht ersichtlich. Ebenso liegen keine Angaben zu möglichen Opfern, konkreten Tatorten der Sabotageaktionen oder dem weiteren Verlauf des Verfahrens vor.
Die Anschuldigungen sind bislang Vorwürfe aus einer Anklage und damit nicht rechtskräftig festgestellt. Über den Fall soll im Rahmen des US-Justizverfahrens entschieden werden.