Eine UN-Untersuchungsmission bewertet zwei US-Luftangriffe im Iran als mögliche Kriegsverbrechen. Die Angriffe ereigneten sich nach den vorliegenden Informationen zu Beginn des Iran-Kriegs in den Städten Minab und Lamerd. Bei den Einsätzen wurden zahlreiche Zivilisten getötet.
Nach Angaben der Mission galten die Angriffe einer Mädchenschule sowie einem Sportkomplex. Damit waren zivile Einrichtungen betroffen. Die Bewertung der UN-Mission bezieht sich auf die Umstände und möglichen rechtlichen Folgen der beiden Einsätze.
Die Bezeichnung als mögliche Kriegsverbrechen stellt jedoch noch keine endgültige rechtliche Feststellung dar. Aus den vorliegenden Informationen geht nicht hervor, dass bereits ein abschließendes Urteil oder eine rechtskräftige Entscheidung getroffen wurde. Die Untersuchung ordnet die Angriffe vielmehr als Vorgänge ein, bei denen ein entsprechender Verdacht besteht.
Besonders schwer wiegt dabei die Zahl der getöteten Zivilisten. Weitere Einzelheiten zu den Opfern, zum genauen Ablauf der Angriffe oder zu den verwendeten Waffen liegen in den vorliegenden Angaben nicht vor. Auch werden keine weiteren Bewertungen zu anderen Einsätzen genannt.
Die Einschätzung der UN-Untersuchungsmission betrifft ausschließlich die beiden Luftangriffe in Minab und Lamerd. Sie macht nach den verfügbaren Informationen keine abschließende Aussage über die gesamte militärische Auseinandersetzung. Die Vorwürfe richten sich gegen die Vereinigten Staaten und beziehen sich auf Einsätze im Iran zu Beginn des Krieges.