Die Ebola-Epidemie im Osten der Demokratischen Republik Kongo hat nach Einschätzung der kongolesischen Behörden ihren Höhepunkt überschritten. Hinweise deuteten darauf hin, dass sich die Ausbreitung der Krankheit verlangsame, berichtete France 24 unter Berufung auf die Behörden.
Der Ausbruch dauert den Angaben zufolge seit rund vier Monaten an. In diesem Zeitraum wurden mehr als 3.510 Todesfälle registriert. Damit zählt die Epidemie zu den schwerwiegenden Krankheitsausbrüchen in der Region.
Besonders stark betroffen ist die Provinz Ituri im Osten des Landes. Auf sie entfallen 78 Prozent der bestätigten Ebola-Fälle. Weitere Angaben zur regionalen Verteilung der Erkrankungen oder zur aktuellen Zahl der Infektionen lagen in den vorliegenden Informationen nicht vor.
Die Einschätzung, dass der Höhepunkt überschritten sein könnte, beruht nach Angaben der kongolesischen Behörden auf Anzeichen für eine nachlassende Ausbreitung. Sie bedeutet jedoch nicht, dass der Ausbruch beendet ist. Die vorliegenden Informationen nennen weder einen Zeitpunkt für ein mögliches Ende der Epidemie noch konkrete Maßnahmen zur weiteren Eindämmung.
Die Demokratische Republik Kongo ist wiederholt von Ebola-Ausbrüchen betroffen. Die aktuelle Epidemie konzentriert sich auf den Osten des Landes, insbesondere auf Ituri. Die hohe Zahl der Todesfälle und der große Anteil der bestätigten Fälle in dieser Provinz unterstreichen die Bedeutung der Region für die weitere Entwicklung des Ausbruchs.
Die Behörden beobachten demnach weiterhin den Verlauf der Epidemie. Ob sich die verlangsamte Ausbreitung dauerhaft bestätigt, lässt sich anhand der vorliegenden Angaben noch nicht abschließend beurteilen.