Die Ebola-Lage in der Demokratischen Republik Kongo bleibt nach Einschätzung der Weltgesundheitsorganisation (WHO) angespannt. Zwar gibt es Anzeichen für Fortschritte im Kampf gegen die Krankheit, zugleich warnt die Organisation vor steigenden Fallzahlen. Besonders im Osten des Landes steht die Entwicklung damit weiterhin unter Beobachtung.
WHO-Generaldirektor Tedros Adhanom Ghebreyesus erklärte, die Übertragung von Ebola gehe in den am stärksten betroffenen Gebieten der Provinz Ituri zurück. Die Provinz liegt im Osten der Demokratischen Republik Kongo und ist derzeit der Schwerpunkt des Ausbruchs. Der Rückgang der Übertragung wird von der WHO als ermutigendes Zeichen bewertet.
Gleichzeitig bleibt die Gesamtlage nach Angaben der Organisation angespannt. Die WHO warnt davor, dass die Zahl der Fälle im Kongo ansteigen könnte. Damit stehen den positiven Entwicklungen in einzelnen besonders betroffenen Gebieten weiterhin Risiken gegenüber. Eine genaue Zahl der aktuellen Fälle wurde in den vorliegenden Informationen nicht genannt.
Eine günstigere Entwicklung meldet die WHO für die Provinz Süd-Kivu. Dort seien seit Mai keine neuen Ebola-Fälle registriert worden. Diese Entwicklung unterscheidet sich von der Lage in Ituri, wo die Übertragung zwar zurückgeht, die Situation aber weiterhin als besonders relevant für die Beobachtung des Ausbruchs gilt.
Die Angaben machen deutlich, dass die Entwicklung regional unterschiedlich verläuft. Während in Süd-Kivu seit Mai keine neuen Fälle gemeldet wurden und in Teilen Ituris die Übertragung abnimmt, sieht die WHO zugleich Anlass, vor einer möglichen Zunahme der Fallzahlen im Land zu warnen. Von einer Entwarnung kann daher nicht gesprochen werden.
Die Einschätzung wurde von WHO-Generaldirektor Tedros Adhanom Ghebreyesus abgegeben. Die Informationen stammen aus einem Bericht von Africanews vom 17. September 2026. Weitere Einzelheiten zur Zahl der Erkrankungen oder zu den Maßnahmen vor Ort liegen in den vorliegenden Angaben nicht vor.