Bis zu 25.000 Nordkoreaner sollen nach Russland geschickt worden sein, um dort in Drohnenfabriken zu arbeiten. Das berichtet ein internationales Rechercheteam. Die genauen Standorte der Fabriken wurden in den vorliegenden Informationen nicht genannt.
Nach dem Bericht geht es bei der Zusammenarbeit um den Bau von Drohnen in Russland. Damit könnte Nordkorea die russische Rüstungsproduktion unterstützen. Zugleich soll das nordkoreanische Regime durch die Beschäftigung seiner Staatsbürger im Ausland wichtige Devisen einnehmen.
Diese Einnahmen könnten nach Einschätzung des Rechercheteams zur Finanzierung des nordkoreanischen Atomprogramms beitragen. Damit hätte die Kooperation neben der militärischen Unterstützung Russlands auch eine finanzielle Bedeutung für Pjöngjang.
Die Angaben betreffen eine mögliche Entsendung von bis zu 25.000 Arbeitskräften. Die Formulierung macht deutlich, dass es sich um eine genannte Obergrenze und nicht um eine bestätigte exakte Zahl handelt. Auch weitere Einzelheiten zu den Arbeitsbedingungen, den konkreten Aufgaben der Beschäftigten oder dem Umfang der Produktion liegen in den vorliegenden Informationen nicht vor.
Der Bericht ordnet die mutmaßliche Zusammenarbeit in den Bereich der internationalen Sicherheits- und Sanktionsumgehung ein. Im Mittelpunkt steht dabei die Verbindung zwischen nordkoreanischen Arbeitskräften, russischer Drohnenproduktion und möglichen Einnahmen für die Führung in Pjöngjang.
Die Informationen wurden von dem Sender n-tv unter Berufung auf ein internationales Rechercheteam veröffentlicht. Eine unabhängige Bestätigung der genannten Zahl oder weiterer Details ist in den vorliegenden Angaben nicht enthalten.