Die weltweiten Flüsse haben 2025 außergewöhnlich wenig Wasser geführt. Nach einer Analyse der Weltorganisation für Meteorologie (WMO) zählt das vergangene Jahr damit zu den trockensten Flussjahren seit mehr als drei Jahrzehnten. Die Entwicklung betrifft den globalen Wasserkreislauf und steht nach Einschätzung der Organisation im Zusammenhang mit wachsenden Belastungen für die weltweiten Wasserressourcen.
Parallel zu den niedrigen Wasserständen in den Flüssen setzte sich der Rückzug der Gletscher fort. Auch die Süßwasserreserven nahmen ab. Die WMO zeichnet damit ein Bild einer sich verschärfenden globalen Wasserproblematik, bei der mehrere Veränderungen gleichzeitig auftreten: weniger Wasser in Flüssen, schwindende Gletscher und abnehmende Vorräte an verfügbarem Süßwasser.
Als wichtige Ursachen nennt die Organisation den Klimawandel und den steigenden Wasserverbrauch. Beide Faktoren machen den globalen Wasserkreislauf nach Einschätzung der WMO unberechenbarer. Dadurch steigt zugleich das Risiko sowohl für Dürren als auch für Überschwemmungen. Die Analyse verweist damit auf eine größere Unsicherheit bei der Verfügbarkeit und Verteilung von Wasser.
Die Entwicklung hat Auswirkungen auf die globale Wassersicherheit. Besonders problematisch ist dabei, dass sich Zeiten mit Wassermangel und Ereignisse mit zu großen Wassermengen abwechseln können. Die WMO verbindet die Veränderungen deshalb nicht nur mit trockeneren Flussjahren, sondern auch mit einer zunehmenden Gefahr extremer Wasserlagen.
Die vorliegenden Angaben beziehen sich auf die weltweite Entwicklung und nennen keinen einzelnen Schwerpunkt. Sie verdeutlichen jedoch, dass die Veränderungen des Wasserkreislaufs über einzelne Regionen hinausreichen. Der Bericht der WMO macht den Zustand der Flüsse, der Gletscher und der Süßwasserreserven zu einem internationalen Thema.