Der seit 27 Jahren in Isolationshaft sitzende PKK-Chef Abdullah Öcalan soll in die türkische Abrüstungskommission einbezogen werden. Nach den vorliegenden Informationen ist außerdem vorgesehen, ihn in den Friedensprozess einzubinden. Trotz dieser geplanten Beteiligung soll Öcalan weiterhin inhaftiert bleiben.
Der Schritt steht im Zusammenhang mit den Bemühungen um eine Abrüstung der Arbeiterpartei Kurdistans (PKK). Welche konkrete Funktion Öcalan in der Kommission übernehmen soll und in welcher Form seine Einbindung erfolgen könnte, geht aus den vorliegenden Angaben nicht hervor.
Öcalan befindet sich den Angaben zufolge seit 27 Jahren in Isolationshaft. Seine mögliche Beteiligung an der Kommission würde damit erfolgen, ohne dass sich an seinem Haftstatus etwas ändern soll. Einzelheiten zu möglichen Gesprächen, den beteiligten Stellen oder einem Zeitplan wurden nicht genannt.
Die geplante Einbindung wird zugleich mit dem türkischen Friedensprozess in Verbindung gebracht. Die Informationen lassen offen, welche weiteren Schritte für die Abrüstung der PKK vorgesehen sind und wie die Kommission konkret arbeiten soll. Fest steht nach den vorliegenden Angaben lediglich, dass Öcalan trotz seiner Inhaftierung in die entsprechenden Bemühungen einbezogen werden soll.