Ein von Kiew nach Warschau fahrender Passagierzug ist rund zwei Kilometer vor der polnischen Grenze von einer russischen Drohne getroffen worden. Das geht aus einem Bericht des Guardian hervor. Für den Zug wurden zunächst keine Todesopfer gemeldet. Weitere Angaben zu möglichen Schäden oder Verletzten an Bord lagen in den vorliegenden Informationen nicht vor.
Der Vorfall ereignete sich im Zusammenhang mit russischen Nachtangriffen auf die Ukraine. Nach den Angaben wurden dabei insgesamt mehr als 450 Drohnen und Raketen eingesetzt. Die ukrainische Luftwaffe teilte mit, 405 Drohnen und vier Raketen abgefangen zu haben.
Landesweit kamen bei den Angriffen mindestens sechs Menschen ums Leben. Mehr als 40 weitere Menschen wurden verletzt. Die vorliegenden Angaben machen keine näheren Angaben dazu, in welchen Regionen die Todesopfer und Verletzten zu beklagen waren.
Der getroffene Zug war auf dem Weg von der ukrainischen Hauptstadt Kiew nach Warschau. Der genaue Ort des Drohneneinschlags wurde nicht genannt. Fest steht nach den vorliegenden Informationen lediglich, dass sich der Vorfall im Westen der Ukraine in unmittelbarer Nähe zur polnischen Grenze ereignete.
Der ukrainische Außenminister Andrij Sybiha verurteilte die Angriffe. Er sprach von „Putins Terror“ und erklärte, dieser klopfe direkt an die Türen der Europäischen Union und der Nato. Eine weitere Einordnung des Vorfalls durch polnische oder andere Nato-Behörden ist in den vorliegenden Informationen nicht enthalten.
Der Angriff auf den Passagierzug fällt in eine Nacht mit umfangreichen russischen Luftangriffen auf die Ukraine. Die ukrainischen Angaben zu den abgefangenen Flugkörpern konnten aus den vorliegenden Informationen nicht unabhängig weiter eingeordnet werden. Ebenso liegen keine Angaben dazu vor, ob der Zug seine Fahrt nach Warschau fortsetzen konnte oder welche betrieblichen Folgen der Treffer hatte.