Das Komitee zum Schutz von Journalisten (CPJ) hat Pläne der israelischen Regierung zum möglichen Entzug der Staatsbürgerschaft scharf kritisiert. Nach Angaben des Komitees richtet sich die geplante Maßnahme gegen Personen, die israelische Soldaten im Ausland verunglimpfen.
Das CPJ wertet den Vorstoß als eine Verschärfung des staatlichen Vorgehens gegen Journalisten. Die Organisation befürchtet, dass die geplante Regelung dazu dienen könnte, Medienschaffende einzuschüchtern und zu bestrafen. Weitere Einzelheiten zur rechtlichen Ausgestaltung oder zum Zeitplan der Pläne wurden in den vorliegenden Informationen nicht genannt.
Initiator der Pläne ist Ministerpräsident Benjamin Netanjahu. Der Vorstoß steht nach Angaben der Meldung im Zusammenhang mit den Reaktionen auf die Veröffentlichung des Dokumentarfilms „NAZA“.
Der Film dokumentiert eine Reihe von Verstößen, die von der israelischen Armee im Krieg im Gazastreifen begangen worden sein sollen. Die Veröffentlichung löste demnach ein politisches Nachspiel aus. In diesem Zusammenhang äußerten sich ranghohe Vertreter der israelischen Regierung zu den Plänen.
Das CPJ sieht in dem Vorhaben eine Gefahr für die Pressefreiheit. Die Organisation stellt einen Zusammenhang zwischen der möglichen Sanktionierung kritischer Äußerungen im Ausland und den Bemühungen der Regierung her, Journalisten unter Druck zu setzen. Ob und in welcher Form die Pläne umgesetzt werden, geht aus den vorliegenden Informationen nicht hervor.