In der Ukraine erschwert anhaltender Feuchtigkeitsmangel den Beginn der Wintersaat. Nach Angaben von Landwirtschaftsminister Taras Wyssozkij sind rund 30 Prozent der landwirtschaftlich genutzten Flächen im Land betroffen. Die trockenen Bedingungen verzögern insbesondere die Aussaat von Winterweizen.
Das Landwirtschaftsministerium und Wetterdienste hatten bereits darauf hingewiesen, dass die Bedingungen im September für die Aussaat von Winterweizen ungünstig seien. Damit stellt sich für die Landwirtschaft die Frage, wann die Arbeiten unter ausreichender Bodenfeuchtigkeit aufgenommen werden können. Weitere Angaben zum erwarteten Umfang der Verzögerungen liegen in den vorliegenden Informationen nicht vor.
Winterweizen hat für die ukrainische Getreideproduktion eine zentrale Bedeutung. Er wird traditionell im Herbst ausgesät und im Sommer des folgenden Jahres geerntet. Nach Angaben des Landwirtschaftsministeriums entfallen mehr als 95 Prozent der gesamten Weizenernte des Landes auf Winterweizen.
Der Feuchtigkeitsmangel betrifft damit eine Kultur, die für den ukrainischen Weizenanbau besonders wichtig ist. Die Angaben beziehen sich auf landwirtschaftliche Gebiete in der gesamten Ukraine. Ob und in welchem Umfang sich die verzögerte Aussaat auf die spätere Ernte auswirkt, geht aus den vorliegenden Informationen nicht hervor.