Was passiert ist
Die deutschen Automobilhersteller verlieren laut einer Untersuchung der Prüfungs- und Beratungsgesellschaft EY weiter an Profitabilität. Volkswagen, Mercedes-Benz und BMW schneiden demnach im internationalen Vergleich schwächer ab. Die Entwicklung setzt sich bereits zum dritten Mal in Folge fort.
Als ein Grund für das eingetrübte Bild wird der chinesische Markt genannt. Zugleich legt die globale Konkurrenz beim Umsatz zu. In einer Rangliste der größten Autokonzerne befinden sich die deutschen Hersteller nach den vorliegenden Angaben nur auf den hinteren Plätzen.
Was wir wissen
Betroffen sind die drei großen deutschen Autobauer Volkswagen, Mercedes-Benz und BMW. Nach der von EY ausgewerteten Entwicklung schrumpfen sie im Vergleich zur globalen Konkurrenz zum dritten Mal hintereinander. Die Meldung beschreibt die deutschen Unternehmen dabei als zunehmend weniger profitabel.
Die Entwicklung wird im Zusammenhang mit dem chinesischen Automarkt dargestellt. Weitere Einzelheiten dazu, wie sich die einzelnen Hersteller dort entwickelt haben, liegen in den vorliegenden Informationen jedoch nicht vor. Fest steht lediglich, dass der chinesische Markt das Gesamtbild der deutschen Autobranche belastet beziehungsweise eintrübt.
Auch im Ranking der weltweit größten Konzerne verlieren die deutschen Hersteller an Sichtbarkeit. Sie belegen dort lediglich hintere Plätze. Welche Unternehmen vor Volkswagen, Mercedes-Benz und BMW liegen und nach welchen konkreten Kriterien die Rangliste erstellt wurde, geht aus den verfügbaren Angaben nicht hervor.
Neben der internationalen Konkurrenz wird der Standort Deutschland selbst als zunehmende Belastung für die Hersteller bezeichnet. Die Meldung stellt damit sowohl die Wettbewerbssituation auf den Auslandsmärkten als auch die Bedingungen am heimischen Standort als Herausforderungen für die deutsche Autoindustrie dar.
Die vorliegenden Informationen enthalten keine Angaben zu konkreten Umsatz- oder Gewinnzahlen. Ebenso werden keine einzelnen Ergebnisse für Volkswagen, Mercedes-Benz oder BMW genannt. Eine detaillierte Aufschlüsselung nach Regionen, Marken oder Fahrzeugsegmenten ist nicht enthalten.
Was noch unklar ist
Offen bleibt zunächst, auf welchen Zeitraum sich die EY-Untersuchung genau bezieht. Nicht angegeben sind außerdem die verwendete Datenbasis, die Zahl der untersuchten Unternehmen und die genaue Definition von Profitabilität. Deshalb lässt sich aus den vorliegenden Informationen nicht ableiten, wie stark sich die Ergebnisse der einzelnen deutschen Hersteller verändert haben.
Unklar ist auch, welche konkreten Faktoren neben dem chinesischen Markt zur schwächeren Entwicklung beigetragen haben. Die Aussage, der Standort Deutschland werde zunehmend zur Belastung, wird in der Meldung nicht weiter erläutert. Angaben zu bestimmten Kosten, politischen Rahmenbedingungen oder Produktionsentscheidungen liegen nicht vor und können daher nicht ergänzt werden.
Ebenfalls offen bleibt, ob sich die genannte Rangliste auf Umsatz, Gewinn, Börsenwert oder ein anderes Maß für die Größe der Konzerne bezieht. Nicht bekannt ist zudem, wie die globale Konkurrenz im Einzelnen abgeschnitten hat. Die verfügbaren Daten bestätigen lediglich eine bessere Umsatzentwicklung der internationalen Wettbewerber im Vergleich zu den deutschen Herstellern.
Quelle
n-tv (@ntvde)