An Thüringer Schulen kommt es wiederholt zu rechtsextremen Vorfällen. Nach den vorliegenden Informationen wurden dort mehr als 100 rechtsextreme Delikte registriert. Dazu zählen Fälle von Volksverhetzung. Die Entwicklung stellt Schulen vor die Aufgabe, mit antidemokratischen Tendenzen im schulischen Umfeld umzugehen.
Als Reaktion darauf sollen spezielle „Verfassungs-Coaches“ eingesetzt werden. Sie sollen Schülerinnen und Schüler für antidemokratische Entwicklungen sensibilisieren und einen bewussteren Umgang mit entsprechenden Tendenzen fördern. Im Mittelpunkt steht damit die Auseinandersetzung mit rechtsextremen Erscheinungen an Schulen.
Die Maßnahme richtet sich nach den vorliegenden Angaben auf die politische und demokratische Bildung junger Menschen. Die Coaches sollen dazu beitragen, dass Schülerinnen und Schüler antidemokratische Inhalte und Entwicklungen erkennen können. Zugleich soll der Umgang mit rechtsextremen Tendenzen im Schulumfeld unterstützt werden.
Besondere Bedeutung haben dabei die wiederholt auftretenden Fälle von Volksverhetzung. Der Begriff bezeichnet Äußerungen oder Handlungen, die sich gegen Gruppen oder Teile der Bevölkerung richten und strafrechtlich relevant sein können. Konkrete Einzelheiten zu den erfassten Fällen, den beteiligten Schulen oder dem Zeitraum, in dem die Delikte registriert wurden, liegen in den vorliegenden Informationen nicht vor.
Mit dem Einsatz der „Verfassungs-Coaches“ soll die demokratische Bildung an den betroffenen Schulen gestärkt werden. Die Initiative versteht sich als Reaktion auf rechtsextreme Entwicklungen und als Ansatz, Schülerinnen und Schüler für die Bedeutung demokratischer und verfassungsbezogener Grundsätze zu sensibilisieren. Weitere Angaben zur konkreten Ausgestaltung des Programms sind nicht bekannt.