In Österreich nimmt die Zahl der Wertpapierdepots im Zuge der stärkeren Verbreitung von Neobrokern zu. Die digitalen Anbieter treiben damit nach vorliegenden Informationen die Entwicklung bei Veranlagung und Vorsorge voran.
Neobroker ermöglichen den Zugang zu Wertpapieren über digitale Angebote und sprechen damit offenbar eine wachsende Zahl von Anlegerinnen und Anlegern an. Der Ausbau solcher Angebote zeigt sich insbesondere in der steigenden Zahl der Depots. Weitere Angaben zum Umfang dieser Entwicklung liegen in den vorliegenden Informationen nicht vor.
Die Finanzmarktaufsicht warnt zugleich vor einer negativen Begleiterscheinung. Nach ihren Angaben ist die Zahl der Beschwerden gestiegen. Ebenfalls zugenommen hat das Volumen des Betrugs. Damit geht die Ausweitung des digitalen Zugangs zu Veranlagungsangeboten auch mit zusätzlichen Risiken für Verbraucherinnen und Verbraucher einher.
Konkrete Zahlen zu den Beschwerden, zum Betrugsvolumen oder zur Entwicklung der Wertpapierdepots werden in den vorliegenden Informationen nicht genannt. Die Warnung der Finanzmarktaufsicht macht jedoch deutlich, dass der wachsende Markt nicht nur unter dem Gesichtspunkt neuer Anlagemöglichkeiten betrachtet wird. Auch der Schutz von Anlegerinnen und Anlegern gewinnt an Bedeutung.
Die Entwicklung betrifft den österreichischen Markt insgesamt. Neobroker leisten nach den vorliegenden Angaben einen Beitrag zur Weiterentwicklung von Veranlagung und Vorsorge, während die steigende Zahl der Beschwerden und das höhere Betrugsvolumen auf einen erhöhten Bedarf an Aufmerksamkeit und Schutzmaßnahmen hinweisen.