Nach heftigen Regenfällen haben Überschwemmungen in Teilen des indischen Bundesstaates Westbengalen mindestens drei Menschen das Leben gekostet. Seit Donnerstag stehen zahlreiche Dörfer rund um Malda sowie die Region Bhutni unter Wasser. Die Evakuierungen dauern an, nach vorliegenden Angaben sind dafür mehr als 100 Boote im Einsatz.
Besonders angespannt ist die Lage nach dem Bruch eines etwa sechs Meter hohen Deichs bei East Basudevpur. Durch den Schaden verengte sich das Flussbett dort von ungefähr 550 Fuß auf weniger als 150 Fuß. Dadurch kann sich das Wasser auf einer deutlich schmaleren Strecke bewegen. Die Überschwemmungen in der Umgebung verschärften sich in der Folge weiter.
Auch in Khaskol führte Erosion zu einer Störung des Flusslaufs. Nach den vorliegenden Informationen war davon insbesondere Bhutni betroffen. Die Region zählt zu den Gebieten, in denen zahlreiche Dörfer überflutet wurden und Menschen ihre Häuser verlassen mussten.
Der Ganges lag nach den starken Niederschlägen rund 75 Zentimeter über seinem sogenannten extremen Gefahrenstand. Dieser Wasserstand erhöht den Druck auf die bereits beschädigten und erodierten Flussabschnitte. Eine Reparatur des gebrochenen Deichs gilt als notwendig, um eine weitere Verschärfung der Überschwemmungen zu verhindern.
Wie viele Menschen insgesamt evakuiert wurden und wie groß die Schäden an Häusern, Straßen oder anderer Infrastruktur sind, geht aus den vorliegenden Informationen nicht hervor. Fest steht jedoch, dass die Rettungskräfte angesichts der überfluteten Dörfer weiterhin Boote einsetzen, um Bewohner aus den betroffenen Gebieten zu bringen.
Die Entwicklung hängt maßgeblich davon ab, ob der beschädigte Deich repariert werden kann und wie sich die Wasserstände des Ganges weiter verändern. Solange der Deichbruch und die Störung des Flusslaufs bestehen, könnten nach den vorliegenden Angaben weitere Überschwemmungen folgen.