SBB Cargo will per Dezember jeden fünften Bedienpunkt im Güterverkehr aufgeben. Der geplante Abbau löst in der Schweiz parteiübergreifend Kritik aus. Verbände sowie Politikerinnen und Politiker aus dem linken und rechten politischen Spektrum warnen davor, dass dadurch mehr Güter auf der Strasse transportiert werden könnten. Sie fordern Bundesrat Albert Rösti auf, in den Streit einzugreifen.
Bei den Bedienpunkten handelt es sich um Standorte, an denen Güter für den Schienentransport übernommen oder ausgeliefert werden. Welche konkreten Punkte von der Reduktion betroffen sind und wie viele Unternehmen dadurch ihre bisherigen Transportmöglichkeiten verlieren könnten, geht aus den vorliegenden Angaben nicht hervor. Auch genauere Gründe für die geplante Massnahme liegen bislang nicht vor.
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26.09.2026Im Zentrum der Auseinandersetzung steht damit die künftige Rolle von SBB Cargo im Schweizer Güterverkehr. Die Kritiker befürchten, dass eine geringere Zahl an Bedienpunkten den Transport auf der Schiene erschwert. In der Folge könnten Transporte auf Lastwagen verlagert werden. Eine solche Entwicklung würde nach Einschätzung der Gegner dem Ziel entgegenlaufen, möglichst viele Güter auf der Schiene zu befördern.
Dass die Forderung nach einem Eingreifen des Bundesrats von politischen Kräften aus unterschiedlichen Lagern erhoben wird, unterstreicht die Bedeutung des Themas. Die Kritik richtet sich nicht nur gegen die geplante Einschränkung des Angebots, sondern auch gegen die möglichen Folgen für das Verhältnis zwischen Schiene und Strasse im Schweizer Güterverkehr.
Rösti soll nach den Forderungen der Verbände und Politiker prüfen, wie auf die angekündigte Reduktion reagiert werden kann. Ob der Bundesrat tatsächlich intervenieren wird, ist nach den vorliegenden Informationen offen. Ebenso ist nicht bekannt, ob SBB Cargo ihre Planung noch ändern will oder welche Alternativen für die betroffenen Bedienpunkte vorgesehen sind.
Der Streit betrifft damit sowohl die Geschäftsausrichtung von SBB Cargo als auch die verkehrspolitische Frage, welchen Stellenwert der Schienengüterverkehr künftig haben soll. Bis zum geplanten Termin im Dezember bleibt offen, ob es zu einer politischen Lösung kommt. Das berichtete zuerst der Tages-Anzeiger.
Kurz zusammengefasst
- SBB Cargo will per Dezember jeden fünften Bedienpunkt im Schweizer Güterverkehr aufgeben
- Verbände und Politiker aus beiden politischen Lagern befürchten eine Verlagerung von Gütern auf die Strasse
- Sie fordern Bundesrat Albert Rösti auf, wegen der möglichen Folgen für den Schienengüterverkehr einzugreifen
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