Das geplante Großprojekt der Wien Holding in Wien-St. Marx steht offenbar vor einer ungewissen Zukunft. Nach Informationen des KURIER stocken die Verhandlungen mit dem privaten Partner CTS Eventim. Zudem soll der Entwurf des vorgesehenen Partnerschaftsvertrags in mehreren Punkten für die Stadt nicht akzeptabel sein. Insidern zufolge wird deshalb mittlerweile sogar eine Absage des Projekts erwogen.
Die Verzögerungen wurden auch von Wiens Gesundheits- und Sportstadtrat Peter Hacker öffentlich thematisiert. Mit Blick auf den Stand des Vorhabens sagte Hacker: „Sonst würden wir schon eine Baugrube sehen.“ Damit verwies er darauf, dass konkrete Bauarbeiten bislang offenbar nicht begonnen haben.
Für Planung und Beratung sollen bereits mehr als 30 Millionen Euro ausgegeben worden sein. Welche finanziellen Folgen ein mögliches Ende des Projekts hätte, geht aus den vorliegenden Informationen nicht hervor. Ebenso ist derzeit offen, ob und unter welchen Bedingungen die Gespräche mit CTS Eventim fortgesetzt werden können.
Die Wien Holding stellt das Vorhaben weiterhin nicht als beendet dar. Das Projekt befinde sich nach Angaben des Unternehmens nach wie vor in der Vorbereitungsphase. Arbeiten am Areal liefen, zugleich würden die vertraglichen und planerischen Grundlagen finalisiert. Auch die Gespräche mit CTS Eventim über den Partnerschaftsvertrag seien noch im Gang.
Damit stehen sich derzeit unterschiedliche Einschätzungen zum Stand des Projekts gegenüber. Während aus dem Umfeld der Stadt wegen der Verzögerungen und strittiger Vertragsinhalte eine mögliche Absage im Raum steht, hält die Wien Holding an der Darstellung fest, dass die Vorbereitung weiterläuft. Eine endgültige Entscheidung über die Zukunft der geplanten Arena liegt nach den vorliegenden Angaben nicht vor.