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Weitere Malariafälle im Umfeld des Frankfurter Flughafens

Neben sechs erkrankten Flughafenbeschäftigten sind zwei Bewohner eines nahe gelegenen Stadtteils an Malaria tropica erkrankt. Zwei der zuvor betroffenen Mitarbeiter starben. Das Gesundheitsamt stuft das Risiko für die Bevölkerung als sehr gering ein.

Weitere Malariafälle im Umfeld des Frankfurter Flughafens
Foto: KURIER

Im Umfeld des Frankfurter Flughafens sind weitere Fälle von Malaria bekannt geworden. Nach sechs erkrankten Beschäftigten wurden nun auch zwei Bewohner eines nahe gelegenen Stadtteils positiv auf Malaria tropica getestet. Dabei handelt es sich um die gefährlichste Form der Krankheit.

Zwei der zuvor betroffenen Flughafenmitarbeiter starben an den Folgen der Infektion. Weitere Angaben zum Gesundheitszustand der erkrankten Personen liegen in den vorliegenden Informationen nicht vor.

Als wahrscheinliche Ursache gelten eingeschleppte Anopheles-Mücken. Sie könnten aus Malariagebieten mit Flugzeugen nach Deutschland gelangt sein und anschließend Menschen im Umfeld des Flughafens gestochen haben. Die Formulierung beschreibt eine mögliche Ursache; ein abschließender Nachweis wird in den vorliegenden Angaben nicht genannt.

Das Frankfurter Gesundheitsamt bewertet das Risiko für die Bevölkerung dennoch als „sehr gering“. Nach den vorliegenden Informationen wird Malaria nicht direkt von Mensch zu Mensch übertragen. Die neuen Erkrankungen bei Bewohnern eines nahe gelegenen Stadtteils ändern an dieser Einschätzung nach Angaben des Gesundheitsamts offenbar nichts.

Der Fall betrifft damit sowohl den Flughafen als Arbeitsplatz als auch dessen unmittelbares Umfeld. Zunächst waren sechs Beschäftigte erkrankt. Mit den beiden nun bekannt gewordenen Fällen unter Anwohnern ist der Kreis der Betroffenen ausgeweitet worden. Zwei der erkrankten Beschäftigten überlebten die Infektion nicht.

Malaria tropica wird in den vorliegenden Informationen als gefährlichste Form der Krankheit bezeichnet. Die mutmaßliche Einschleppung der verantwortlichen Mücken steht im Zusammenhang mit dem internationalen Flugverkehr. Weitere Einzelheiten zu den betroffenen Flügen, den genauen Aufenthaltsorten der Mücken oder zu möglichen Maßnahmen wurden nicht mitgeteilt.

Für die Bevölkerung bleibt nach der Einschätzung des Frankfurter Gesundheitsamts die Gefahr sehr gering. Eine Übertragung durch direkten Kontakt mit Erkrankten ist nach den vorliegenden Angaben nicht zu erwarten, da eine direkte Mensch-zu-Mensch-Übertragung bei Malaria nicht stattfindet.

Quelle: KURIER ↗