Gegen die türkische Journalistin Tugba Tekerek ist im Zuge der anhaltenden Razzien gegen LGBTQ-Vereine und Aktivisten in der Türkei ein Haftbefehl erlassen worden. Das berichtet der Nachrichtensender n-tv unter Berufung auf die vorliegenden Informationen.
Tekerek schreibt unter anderem für die türkische Ausgabe der Deutschen Welle. In ihrer journalistischen Arbeit berichtet sie auch über Themen im Zusammenhang mit LGBTQ. Weitere Einzelheiten zu dem Haftbefehl, etwa zu den konkreten Vorwürfen oder dem weiteren Vorgehen der Behörden, wurden in der Meldung nicht genannt.
Der Fall steht nach den vorliegenden Angaben im Zusammenhang mit einer landesweiten Kampagne gegen LGBTQ-Vereine und Aktivisten in der Türkei. Die Razzien dauern demnach an. Mit dem Haftbefehl gegen Tekerek ist nun auch eine Journalistin betroffen, die über das Themenfeld berichtet.
Angaben dazu, ob Tekerek festgenommen wurde oder wo sie sich derzeit befindet, liegen in den vorliegenden Informationen nicht vor. Ebenso ist nicht bekannt, welche Behörde den Haftbefehl erlassen hat.
Der Vorgang wirft nach den vorliegenden Informationen Fragen zum Umgang mit Journalisten auf, die über die Maßnahmen gegen LGBTQ-Vereine und Aktivisten berichten. Eine weitergehende Bewertung oder zusätzliche Angaben zu den rechtlichen Hintergründen enthält die Meldung von n-tv nicht.