Die Vereinigten Staaten haben Venezuela von ihrer Liste der Länder gestrichen, die nach US-Einschätzung als wichtige Transit- oder Produktionsstaaten für Drogen gelten. Das teilte die US-Regierung mit. US-Präsident Donald Trump begründete die Entscheidung mit Fortschritten Venezuelas im Kampf gegen den Drogenhandel.
Nach Trumps Darstellung habe sich die Lage verändert, seit Nicolás Maduro aus seinem Amt entfernt worden sei. Weitere Einzelheiten zu den konkreten Maßnahmen oder Entwicklungen, auf die sich die US-Regierung bei ihrer Einschätzung stützt, wurden in der vorliegenden Mitteilung nicht genannt.
Die Streichung betrifft eine US-amerikanische Einstufung von Staaten, denen eine bedeutende Rolle beim Transport oder bei der Herstellung illegaler Drogen zugeschrieben wird. Welche unmittelbaren politischen oder praktischen Folgen der Schritt für die Beziehungen zwischen Washington und Caracas hat, geht aus den verfügbaren Informationen nicht hervor.
Trump stellte zugleich in Aussicht, dass auch Kolumbien und Bolivien von der entsprechenden Liste gestrichen werden könnten. Eine endgültige Entscheidung für diese beiden Länder wurde nach den vorliegenden Angaben jedoch nicht bekannt gegeben.
Die US-Regierung begründet die Änderung im Fall Venezuelas damit, dass das Land nach der Entfernung Maduros Fortschritte bei der Bekämpfung des Drogenhandels gemacht habe. Angaben dazu, wann die Einstufung geändert wurde oder welche US-Behörde die Entscheidung formal umgesetzt hat, liegen in der vorliegenden Meldung nicht vor.
Die Entwicklung fällt in den Bereich der US-Außenpolitik und der internationalen Drogenbekämpfung. Venezuela, Kolumbien und Bolivien werden dabei im Zusammenhang mit der US-amerikanischen Bewertung möglicher Transit- und Produktionsstrukturen genannt. Zu möglichen Reaktionen der venezolanischen Regierung oder anderer betroffener Staaten wurden keine Angaben gemacht.