Die tödliche Flutkatastrophe in der Grenzregion zwischen Nepal und China steht nach Einschätzung von Forschenden in engem Zusammenhang mit langfristigen Veränderungen des Klimas und der Landschaft. Als wichtige Faktoren nennen die Wissenschaftler die zunehmende Erwärmung, den Rückzug von Gletschern und das Auftauen von Permafrostböden.
Diese Entwicklungen könnten die Stabilität in der betroffenen Region geschwächt und die Entstehung oder Verstärkung der Flut begünstigt haben. Hinzu kommt nach Angaben der Forschenden eine geologische Instabilität. Das Zusammenspiel mehrerer Ursachen beschreiben sie als „zusammengesetzte Krise“.
Die Einschätzung weist damit über die Betrachtung eines einzelnen Extremereignisses hinaus. Nicht nur kurzfristige Wetterbedingungen, sondern auch langfristige Veränderungen der natürlichen Grundlagen könnten die Folgen der Flut beeinflusst haben. Welche Rolle die einzelnen Faktoren jeweils spielten, wird in den vorliegenden Informationen nicht näher ausgeführt.
Auch das schwere Erdbeben von 2015 könnte nach Einschätzung der Wissenschaftler von Bedeutung gewesen sein. Ein möglicher Zusammenhang wird damit als weiterer Bestandteil der komplexen Ursachenlage genannt. Nähere Angaben dazu, wie das Beben die Ereignisse Jahre später beeinflusst haben könnte, liegen nicht vor.
Die genaue Lage der Überschwemmung innerhalb der Grenzregion wurde nicht angegeben. Ebenso sind in den vorliegenden Informationen keine Angaben zur Zahl der Opfer, zum konkreten Schadensausmaß oder zum zeitlichen Ablauf der Katastrophe enthalten.
Die Forschenden lenken mit ihrer Analyse den Blick auf die Verbindung zwischen Klimaveränderungen, geologischen Prozessen und Naturgefahren im Himalaya-Raum. Ihre Bewertung legt nahe, dass die Risiken in solchen Regionen durch mehrere miteinander verbundene Entwicklungen geprägt werden können. Die Flut wird dabei nicht ausschließlich als Folge eines einzelnen Auslösers betrachtet.