Die anhaltende Trockenheit belastet die Landwirtschaft in Europa. Besonders betroffen ist nach einer vorliegenden Schätzung die Kartoffelproduktion in Westeuropa. Demnach könnte die Ernte in der Region um bis zu 20 Prozent zurückgehen. Deutschland wäre von dieser Entwicklung besonders stark betroffen.
Auch für Nordeuropa werden Einbußen erwartet. Dort wird mit mehr als drei Tonnen weniger Kartoffeln gerechnet. Die Angaben verdeutlichen, dass die Folgen der Dürre nicht auf einzelne Anbaugebiete begrenzt bleiben, sondern die Kartoffelversorgung in mehreren Teilen Europas beeinträchtigen könnten.
Ein geringeres Erntevolumen würde das verfügbare Angebot verringern. Infolge dessen könnten die Preise für Kartoffeln deutlich steigen. Wie stark sich die erwarteten Ausfälle tatsächlich auf die Verbraucherpreise auswirken, hängt von der weiteren Entwicklung der Ernte und des Angebots ab. Konkrete Preisprognosen liegen in den vorliegenden Informationen nicht vor.
Die Einschätzung bezieht sich auf Westeuropa und insbesondere auf Deutschland. Gründe für die erwarteten Rückgänge sind die anhaltende Trockenheit und ihre Auswirkungen auf die Landwirtschaft. Weitere Angaben zu einzelnen Ländern, zur Dauer der Dürre oder zu möglichen Gegenmaßnahmen wurden nicht genannt.
Die Entwicklung der Kartoffelernte steht damit exemplarisch für die Belastungen, denen die Landwirtschaft durch ausbleibende Niederschläge ausgesetzt ist. Sollte sich die Schätzung bestätigen, müssten sich Abnehmer und Verbraucher in Westeuropa auf ein geringeres Angebot und möglicherweise höhere Preise einstellen. Die genannten Werte sind jedoch Schätzungen und beschreiben keine bereits endgültig feststehende Erntebilanz.