DB Cargo wird auch im Jahr 2026 voraussichtlich Verluste schreiben. Die Güterverkehrssparte der Deutschen Bahn verfehlt damit erneut eine Vorgabe der Europäischen Union. Nach den vorliegenden Informationen müssen DB Cargo und die EU-Kommission deshalb ihre Vereinbarungen nachverhandeln.
Die anhaltenden roten Zahlen betreffen die bundesweiten Aktivitäten des Bahnkonzerns im Schienengüterverkehr. Welche konkreten finanziellen Ziele die EU-Vorgabe umfasst und wie hoch der erwartete Verlust im Jahr 2026 ausfallen wird, geht aus den vorliegenden Angaben nicht hervor.
Trotz der weiterhin schwierigen wirtschaftlichen Lage bewertet DB-Cargo-Chef Osburg die Entwicklung des Unternehmens positiv. Er sieht die Güterverkehrssparte nach eigenen Angaben auf einem guten Weg. Damit stellt sich die Einschätzung der Unternehmensführung gegen die weiterhin ausbleibende Rückkehr in die Gewinnzone.
Die erneute Abweichung von der EU-Vorgabe macht nun Gespräche zwischen DB Cargo und der Europäischen Kommission erforderlich. Gegenstand der Nachverhandlungen dürfte die weitere Behandlung der finanziellen Situation des Unternehmens sein. Einzelheiten zu deren Ablauf oder zu möglichen Ergebnissen liegen bislang nicht vor.
DB Cargo bleibt damit auch 2026 ein Verlustgeschäft innerhalb der Deutschen Bahn. Zugleich hält die Unternehmensführung an der Einschätzung fest, dass die Sparte grundsätzlich auf einem positiven Entwicklungspfad liegt. Ob und wann wieder schwarze Zahlen erreicht werden können, lässt sich anhand der vorliegenden Informationen nicht absehen.