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Europa plant eigenes Erdbeobachtungssystem für Sicherheit und Verteidigung

Europa arbeitet an einem eigenen Erdbeobachtungssystem, um die Abhängigkeit von den USA bei weltraumgestützten Fähigkeiten zu verringern. Die Konzeptentwicklung soll ein finnisches Raumfahrtunternehmen anführen.

Europa plant eigenes Erdbeobachtungssystem für Sicherheit und Verteidigung
Foto: WELT

Europa treibt den Aufbau eines eigenen Erdbeobachtungssystems für Sicherheits- und Verteidigungsaufgaben voran. Mit dem Vorhaben soll die Abhängigkeit von den USA bei weltraumgestützten Fähigkeiten verringert werden. Das System soll Europa künftig eine eigenständigere Nutzung von Informationen aus dem All ermöglichen.

Die Konzeptentwicklung wird nach den vorliegenden Informationen von einem finnischen Raumfahrtunternehmen angeführt. Damit liegt die Federführung nicht bei einem der etablierten europäischen Großkonzerne. Der Auftrag deutet zugleich auf die wachsende Bedeutung spezialisierter Raumfahrtunternehmen für sicherheits- und verteidigungspolitische Projekte hin.

Erdbeobachtungssysteme können Daten über die Erdoberfläche bereitstellen und damit unterschiedliche staatliche Aufgaben unterstützen. Im vorliegenden Projekt steht insbesondere der Einsatz für Sicherheits- und Verteidigungszwecke im Mittelpunkt. Weitere Einzelheiten zu technischer Ausgestaltung, Zeitplan oder Umfang des geplanten Systems sind nicht bekannt.

Das Vorhaben ist in einen europäischen Prozess zur Stärkung eigener weltraumgestützter Fähigkeiten eingebettet. Ziel ist es, bei sicherheitsrelevanten Anwendungen weniger auf Kapazitäten außerhalb Europas angewiesen zu sein. Welche konkreten Institutionen und Unternehmen neben dem finnischen Raumfahrtunternehmen beteiligt werden sollen, geht aus den vorliegenden Angaben nicht hervor.

Quelle: WELT ↗