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Vorwurf gegen Raiffeisen wegen möglicher Umgehung von Russland-Sanktionen

Die Leerverkaufsfirma Grizzly Research wirft der österreichischen Raiffeisen Bank vor, russische Handelsgeschäfte von mehr als einer Milliarde US-Dollar ermöglicht zu haben, die der Umgehung von Sanktionen gedient hätten.

Vorwurf gegen Raiffeisen wegen möglicher Umgehung von Russland-Sanktionen
Foto: The Moscow Times

Die österreichische Raiffeisen Bank sieht sich mit dem Vorwurf konfrontiert, russische Handelsgeschäfte im Umfang von mehr als einer Milliarde US-Dollar ermöglicht zu haben, mit denen internationale Sanktionen umgangen worden sein sollen. Die Anschuldigung stammt von der Leerverkaufsfirma Grizzly Research und betrifft die Geschäftsbeziehungen des Kreditinstituts zu Russland.

Nach Darstellung von Grizzly Research soll die Bank an Transaktionen beteiligt gewesen sein, die russischen Handel trotz bestehender Sanktionen ermöglichten. Konkrete Einzelheiten zu den beanstandeten Geschäften, den beteiligten Unternehmen oder den genauen Mechanismen einer möglichen Sanktionsumgehung gehen aus den vorliegenden Informationen nicht hervor.

Der Vorwurf richtet sich damit gegen einen österreichischen Kreditgeber und hat eine grenzüberschreitende Dimension. Betroffen sind Geschäftsbeziehungen zwischen Österreich und Russland. Ein einzelner Ort des Geschehens lässt sich nicht bestimmen.

Grizzly Research ist als Leerverkaufsfirma tätig. Unternehmen dieser Art veröffentlichen unter anderem Analysen oder Berichte zu Firmen, deren Aktien sie kritisch bewerten. Die vorliegenden Angaben belegen daher zunächst eine Anschuldigung, nicht jedoch, dass die erhobenen Vorwürfe zutreffen.

In der verfügbaren Meldung wird keine Stellungnahme der Raiffeisen Bank zu den Anschuldigungen genannt. Ebenso liegen keine Angaben dazu vor, ob Behörden Ermittlungen eingeleitet oder die behaupteten Transaktionen überprüft haben. Unklar bleibt außerdem, auf welchen konkreten Unterlagen oder Untersuchungen die Schätzung eines Handelsvolumens von mehr als einer Milliarde US-Dollar beruht.

Die Vorwürfe fallen in den Zusammenhang der Geschäftsbeziehungen internationaler Banken zu Russland und der Bemühungen, bestehende Sanktionen durch Handels- oder Finanzstrukturen nicht zu unterlaufen. Ob die beanstandeten Geschäfte tatsächlich gegen geltende Sanktionsvorschriften verstießen, ist auf Grundlage der vorliegenden Informationen nicht abschließend zu beurteilen.

Über den Bericht von Grizzly Research berichtete The Moscow Times. Die Veröffentlichung datiert vom 17. September 2026. Weitere bestätigte Angaben zu möglichen Konsequenzen für die Raiffeisen Bank oder zu einer Reaktion russischer, österreichischer oder anderer Behörden liegen nicht vor.

Quelle: The Moscow Times ↗