Pakistan hat Saudi-Arabien angesichts zunehmender Raketen- und Drohnenangriffe der Huthi Unterstützung zugesagt. Ein Sprecher des pakistanischen Militärs erklärte, sein Land werde das Königreich gegen Angriffe bis zu jedem erforderlichen Umfang verteidigen. Die Aussage erfolgte vor dem Hintergrund neuer Abkommen zwischen Pakistan und Saudi-Arabien zur gemeinsamen Verteidigung.
Die Sicherheitslage in Saudi-Arabien ist durch Angriffe auf Städte verschärft worden. Nach Angaben von Arab News richten sich die Attacken der Huthi gegen saudisches Gebiet und umfassen sowohl Raketen als auch Drohnen. Einzelheiten zu Umfang und konkreter Ausgestaltung der pakistanischen Unterstützung wurden in der vorliegenden Meldung nicht genannt.
In der Stadt Taif kam es am Donnerstag nach dem Abfangen einer Drohne zu einem tödlichen Vorfall. Herabfallende Trümmer wurden zur Gefahr für Menschen am Boden. Dabei starb ein Mensch, zwei weitere wurden verletzt.
Die Erklärung des pakistanischen Militärs stellt die Unterstützung Saudi-Arabiens in einen sicherheitspolitischen Zusammenhang mit den jüngsten Verteidigungsabkommen zwischen beiden Ländern. Pakistan bekräftigte damit seine Bereitschaft, das Königreich im Fall weiterer Angriffe zu unterstützen. Ob und in welcher Form bereits konkrete Maßnahmen eingeleitet wurden, geht aus den vorliegenden Informationen nicht hervor.
Der Vorfall in Taif zeigt zugleich, dass auch das Abfangen einer Drohne Risiken für die Bevölkerung am Boden mit sich bringen kann. Die herabgestürzten Trümmer verursachten dort trotz der Abwehr des Fluggeräts Todesopfer und Verletzungen.
Weitere Angaben zu den mutmaßlichen Angreifern, zum genauen Ablauf des Drohnenabfangs oder zu möglichen zusätzlichen Schäden liegen nicht vor. Die pakistanische Zusage fällt jedoch in eine Phase, in der Angriffe auf saudische Städte die regionale Sicherheitslage belasten.