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Italien will Schutz eigener Schiffe vor Huthi-Angriffen selbst organisieren

Rom kündigt an, italienische Schiffe im Roten Meer und im Golf von Aden künftig eigenständig vor Angriffen der Huthi-Miliz schützen zu wollen. Als Grund nennt die Regierung unter anderem bürokratische Hürden.

Italien will Schutz eigener Schiffe vor Huthi-Angriffen selbst organisieren
Foto: n-tv

Italien will den Schutz seiner Schiffe vor möglichen Angriffen der Huthi-Miliz künftig eigenständig organisieren. Die Regierung in Rom verweist dabei auf die eigenen militärischen Fähigkeiten und sieht offenbar bürokratische Hindernisse, die ein gemeinsames Vorgehen erschweren.

Betroffen ist insbesondere die Region rund um die Meerenge Bab al-Mandab zwischen dem Roten Meer und dem Golf von Aden. Die wichtige Schifffahrtsroute ist wiederholt von Angriffen und Bedrohungen im Zusammenhang mit dem Konflikt in der Region betroffen. Italien begründet den angekündigten Alleingang nach den vorliegenden Informationen damit, den Schutz der eigenen Schiffe auf diese Weise verlässlicher organisieren zu können.

Konkrete Angaben zum Umfang eines möglichen italienischen Einsatzes liegen in der Meldung nicht vor. Unklar ist damit auch, welche Schiffe oder militärischen Mittel Rom einsetzen will und wann die eigenständige Organisation des Schutzes beginnen soll. Fest steht lediglich, dass die italienische Regierung eine nationale Lösung anstrebt, anstatt sich vollständig auf ein gemeinsames Vorgehen mit anderen Staaten zu stützen.

Unterdessen gibt es Berichte, wonach die USA möglicherweise eine Vereinbarung mit der Huthi-Miliz getroffen haben könnten. Diese Angabe ist nach den vorliegenden Informationen jedoch nicht unabhängig bestätigt. Belastbare Details zu einem solchen möglichen Abkommen liegen daher nicht vor.

Die Ankündigung Italiens fällt in eine Phase angespannter Sicherheitsbedingungen für die Schifffahrt im Bereich des Roten Meeres und des Golfs von Aden. Rom stellt dabei die eigenen Fähigkeiten heraus, kritisiert zugleich aber die bürokratischen Hürden bei einer Zusammenarbeit. Weitere Einzelheiten zu den geplanten Maßnahmen wurden in der vorliegenden Meldung nicht genannt.

Quelle: n-tv ↗