Rumäniens Präsident Nicușor Dan hat Siegfried Mureșan als nächsten Regierungschef nominiert. Der Abgeordnete des Europäischen Parlaments ist damit bereits der dritte Kandidat, den der Präsident im Zuge der politischen Krise des Landes vorgeschlagen hat.
Mit der erneuten Nominierung versucht Dan, eine parlamentarische Blockade zu überwinden und die Bildung einer Regierung voranzubringen. Die politische Lage in Rumänien ist damit weiterhin von Unsicherheit geprägt. Welche konkreten Mehrheiten Mureșan im Parlament hinter sich versammeln kann, geht aus den vorliegenden Informationen nicht hervor.
Mureșan ist Mitglied des Europäischen Parlaments. Mit seiner Auswahl setzt der Präsident auf einen Kandidaten, der bislang auf europäischer Ebene tätig war. Weitere Angaben zu einem möglichen Regierungsprogramm oder zu den politischen Parteien, die seine Nominierung unterstützen könnten, liegen nicht vor.
Die Ernennung eines dritten Kandidaten unterstreicht die Schwierigkeiten bei der Suche nach einer Lösung für die Regierungskrise. Dan hatte zuvor bereits zwei andere Personen für das Amt des Ministerpräsidenten benannt. Mit Mureșans Nominierung wird der Versuch fortgesetzt, die Blockade im Parlament zu lösen.
Ob der Europaabgeordnete das Amt tatsächlich übernehmen kann, ist zum gegenwärtigen Zeitpunkt offen. Dafür ist entscheidend, ob sich im Parlament eine ausreichende Unterstützung für seine Kandidatur findet. Eine Entscheidung über den weiteren Verlauf der Regierungsbildung wurde in den vorliegenden Informationen nicht genannt.
Die Nominierung erfolgte nach Angaben von POLITICO Europe. Weitere Einzelheiten zur politischen Zusammensetzung des Parlaments, zu den vorherigen Kandidaten oder zum Zeitplan für die Regierungsbildung sind in der vorliegenden Meldung nicht enthalten.