Das Komitee zum Schutz von Journalisten (CPJ) hat die israelischen Behörden zur Freilassung der palästinensisch-amerikanischen Journalistin Naqaa Hamed aufgefordert. Hamed sei am Dienstag an einem vorläufigen israelischen Militärkontrollpunkt nahe Bethlehem im Westjordanland festgenommen worden, teilte die Organisation mit.
Nach den vorliegenden Angaben war Hamed zuvor für den türkischen Staatssender TRT in der Nähe von Hebron im Einsatz. Auf dem Rückweg seien sie und drei weitere Mitglieder ihres Teams von israelischen Soldaten angehalten und fotografiert worden. Anschließend sei Hamed separat zu ihrer Berichterstattung befragt und weggeführt worden.
Berichte in Israel beschuldigten Hamed demnach der Spionage sowie der Zusammenarbeit mit einer weiteren, in der vorliegenden Meldung nicht näher benannten Seite. Die Anschuldigungen stehen im Zusammenhang mit ihrer journalistischen Tätigkeit. Weitere Einzelheiten zu den Vorwürfen oder zu den Umständen der Festnahme wurden in den vorliegenden Informationen nicht genannt.
Das CPJ wertete den Vorgang als Anlass für eine sofortige Freilassung der Journalistin. Die Organisation setzt sich für die Sicherheit von Medienschaffenden und die Pressefreiheit ein. In diesem Fall richtet sich ihre Forderung an die israelischen Behörden.
Hamed war gemeinsam mit drei Kollegen unterwegs, als die Gruppe am Kontrollpunkt gestoppt wurde. Die getrennte Befragung der Journalistin und ihre anschließende Wegführung erfolgten nach Darstellung des CPJ, nachdem die Soldaten das Team zunächst angehalten und dokumentiert hatten.
Der Vorfall ereignete sich im Westjordanland, einem Gebiet, in dem sich Hamed im Rahmen eines journalistischen Einsatzes bewegte. Nach den vorliegenden Angaben gibt es bislang keine weiteren Informationen zum weiteren Verlauf des Verfahrens gegen sie. Auch Angaben dazu, ob gegen die drei anderen Teammitglieder Maßnahmen ergriffen wurden, liegen nicht vor.