Die vorübergehende Unterbringung von Migranten im Hafen von Ceuta ist beendet. Nach der Verlegung eines Teils der Menschen in neue Einrichtungen blieben nach vorliegenden Angaben Tausende ohne Platz. Sie kehrten zu den Stränden der spanischen Exklave zurück.
Die Polizei brachte rund 1.700 Migranten zu den neu eingerichteten Anlagen. Der Einsatz verlief demnach unter erheblicher Anspannung. Eine Massenpanik, Schüsse in die Luft und mehrere Verletzte prägten die Räumung beziehungsweise den Transport. Wie viele Menschen verletzt wurden und wie schwer ihre Verletzungen sind, ist nicht bekannt.
Die Ereignisse spielten sich im Zusammenhang mit dem Ende der Unterbringung im Hafen ab. Die verfügbaren Plätze reichten offenbar nicht für alle Betroffenen aus. Deshalb mussten zahlreiche Menschen den Hafen wieder verlassen. Nach der Verlegung hielten sie sich erneut an den Stränden auf.
Die Angaben machen deutlich, dass der Abschluss der Maßnahme nicht mit einer vollständigen Unterbringung aller Migranten verbunden war. Während ein Teil in die neuen Einrichtungen gebracht wurde, blieb für andere zunächst kein Platz. Weitere Einzelheiten zu den Kapazitäten der Anlagen oder zu den Gründen für die begrenzte Aufnahme liegen nicht vor.
Die Situation war von einer starken Spannung zwischen den beteiligten Menschen und den Einsatzkräften gekennzeichnet. Im Zuge des Geschehens kam es zu einer Stampede. Zudem wurden Schüsse in die Luft abgegeben. Ob diese im Zusammenhang mit der Kontrolle der Menschenmenge oder mit einem anderen Vorgang standen, geht aus den vorliegenden Informationen nicht hervor.
Ceuta liegt an der nordafrikanischen Küste und gehört zu Spanien. Für die Menschen, die keinen Platz in den neuen Einrichtungen erhielten, änderte sich mit dem Ende der Unterbringung im Hafen damit zunächst wenig: Sie kehrten zu den Stränden zurück. Angaben darüber, wie die Behörden mit dieser Situation weiter umgehen wollen, liegen nicht vor.