Der nigerianische Unternehmer Aliko Dangote plant, die Aktien einer geplanten Raffinerie in Kenia an der Börse in Nairobi notieren zu lassen. Das Projekt mit einem vorgesehenen Investitionsvolumen von 16 Milliarden US-Dollar steht zugleich vor einer rechtlichen Verzögerung: Ein kenianisches Gericht ordnete an, den für Mittwoch geplanten Baubeginn vorerst auszusetzen.
Dangote äußerte sich zu den Börsenplänen am Dienstag bei einer Veranstaltung für Investoren in Nairobi. Nach seinen Angaben sollen die Anteile an der Raffinerie am kenianischen Aktienmarkt gehandelt werden. Weitere Einzelheiten zur geplanten Beteiligungsstruktur, zum Zeitpunkt einer möglichen Notierung oder zum Umfang des Börsengangs liegen bislang nicht vor.
Das Vorhaben ist derzeit Gegenstand eines Gerichtsverfahrens. Eine Gruppe von Antragstellern hat Klage gegen das Projekt eingereicht. Daraufhin verfügte das Gericht, dass die Arbeiten zunächst pausieren müssen. Damit ist der für Mittwoch vorgesehene Start der Bauarbeiten vorerst blockiert. Welche konkreten Einwände die Kläger vorgebracht haben und wie lange die Unterbrechung dauern könnte, geht aus den vorliegenden Informationen nicht hervor.
Die geplante Raffinerie wäre ein bedeutendes Energieinfrastrukturprojekt in Kenia. Zum genauen Standort liegen keine Angaben vor. Auch weitere Details zur erwarteten Kapazität, zur Finanzierung oder zum geplanten Fertigstellungstermin wurden nicht genannt.
Dangote gehört zu den bekanntesten Unternehmern Afrikas und ist insbesondere in der Industrie und im Energiesektor aktiv. In Kenia soll das neue Projekt nach den bisherigen Angaben mit einem Gesamtvolumen von 16 Milliarden US-Dollar entwickelt werden. Ob und unter welchen Bedingungen der Bau nach der gerichtlichen Anordnung beginnen kann, ist derzeit offen.
Die Aussagen zur geplanten Notierung erfolgten somit zu einem Zeitpunkt, an dem der Start des Projekts rechtlich angefochten wird. Eine Entscheidung über die weiteren Schritte oder den Fortgang des Verfahrens wurde nicht mitgeteilt. Das berichtete zuerst Bloomberg Markets.
Kurz zusammengefasst
- Aliko Dangote plant, die geplante Raffinerie in Kenia an der Börse in Nairobi zu notieren
- Das Raffinerieprojekt soll 16 Milliarden US-Dollar kosten
- Ein kenianisches Gericht setzte den für Mittwoch geplanten Baubeginn wegen einer Klage vorerst aus
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