In der Schweiz geht die Schere zwischen Krankenkassenprämien und Löhnen weiter auseinander. Die Kosten für die Krankenversicherung sind einer Analyse zufolge heute mehr als dreimal so hoch wie vor 30 Jahren. Da die Einkommen mit dieser Entwicklung nicht Schritt gehalten haben, belastet der Anstieg Haushalte mit niedrigen Einkommen besonders stark.
Die Entwicklung betrifft die gesamte Schweiz. Im Mittelpunkt der Analyse steht das Verhältnis zwischen den Krankenkassenkosten und der finanziellen Entwicklung der Bevölkerung. Zwar sind die Löhne im betrachteten Zeitraum gestiegen, nach den vorliegenden Angaben jedoch nicht in einem Maß, das den Anstieg der Prämien ausgleichen würde. Für Versicherte bedeutet das, dass ein größerer Teil des verfügbaren Einkommens für die Krankenversicherung aufgewendet werden muss.
Besonders ausgeprägt ist die Belastung bei Geringverdienenden. Wenn die Prämien unabhängig von der individuellen Lohnentwicklung anfallen, fällt derselbe Kostenanstieg bei Haushalten mit kleinem Einkommen stärker ins Gewicht als bei Menschen mit höheren Verdiensten. Die Analyse beschreibt damit nicht nur eine allgemeine Verteuerung der Krankenversicherung, sondern auch eine zunehmende soziale Ungleichheit bei ihrer Finanzierung.
Wie stark sich die Prämienbelastung in einzelnen Einkommensgruppen verändert hat, geht aus den vorliegenden Informationen nicht hervor. Auch konkrete Angaben zu den Lohnentwicklungen oder zu regionalen Unterschieden innerhalb der Schweiz liegen nicht vor. Fest steht nach der Analyse jedoch, dass die Krankenkasse im Vergleich zu vor drei Jahrzehnten deutlich teurer geworden ist und die Einkommen diese Entwicklung nicht entsprechend aufgefangen haben.
Die zunehmende Differenz zwischen Prämien und Löhnen verschärft damit den finanziellen Druck auf Haushalte mit geringeren Einkommen. Für sie nimmt die Krankenversicherung einen größeren Stellenwert im Haushaltsbudget ein als für besserverdienende Haushalte. Weitere Einzelheiten zu den zugrunde liegenden Berechnungen und möglichen Entlastungsmaßnahmen sind in den vorliegenden Angaben nicht enthalten.
Die Analyse wurde vom Tages-Anzeiger veröffentlicht.
Kurz zusammengefasst
- Die Kosten der Krankenversicherung sind in der Schweiz heute mehr als dreimal so hoch wie vor 30 Jahren
- Die Löhne sind nicht ausreichend gestiegen, um den Anstieg der Krankenkassenprämien auszugleichen
- Haushalte mit niedrigen Einkommen werden durch die höheren Prämien besonders stark belastet
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