Das Biotechnologieunternehmen Biontech will nach vorliegenden Angaben drei Werke in Deutschland schließen. In der Folge sollen rund 1800 Arbeitsplätze wegfallen. Ein Käufer für die betroffenen Standorte sei bislang offenbar nicht in Sicht. Genauere Angaben zu den Einrichtungen, zum Zeitplan und zum Umfang der einzelnen Maßnahmen liegen nicht vor.
Die angekündigten Einschnitte sorgen insbesondere deshalb für Kritik, weil die Zukunft der Werke offenbar ungeklärt ist. Nach der vorliegenden Darstellung steht ein Erwerber der Standorte nicht fest. Ob Biontech weiterhin nach einem Käufer sucht oder die Suche bereits beendet wurde, geht aus den Informationen nicht hervor.
Tübingens Oberbürgermeister Boris Palmer hält die Begründung des Unternehmens für nicht zutreffend. Er bezweifelt demnach die Darstellung, dass die Schließungen vor allem aus der aktuellen Situation heraus notwendig geworden seien. Stattdessen vermutet Palmer, dass die Stilllegung der Werke bereits von Anfang an beabsichtigt gewesen sein könnte. Belege für diesen Verdacht werden in den vorliegenden Informationen nicht genannt.
Welche konkreten Standorte betroffen sind, ist ebenfalls nicht bekannt. Auch zu möglichen Gesprächen mit Interessenten, zu den Auswirkungen auf die Beschäftigten oder zu weiteren Planungen des Unternehmens liegen bislang keine näheren Angaben vor. Damit bleibt offen, wie die angekündigten Veränderungen organisatorisch umgesetzt werden sollen.
Der geplante Abbau ist ein deutlicher Einschnitt für das Unternehmen und seine Beschäftigten. Eine Einordnung der wirtschaftlichen Gründe oder eine Stellungnahme zu Palmers Vorwürfen ist in den vorliegenden Informationen nicht enthalten. Das berichtete zuerst die WELT.
Kurz zusammengefasst
- Biontech will drei Werke in Deutschland schließen und rund 1800 Arbeitsplätze abbauen
- Für die betroffenen Standorte ist bislang offenbar kein Käufer in Sicht
- Tübingens Oberbürgermeister Boris Palmer bezweifelt Biontechs Begründung und vermutet eine früh geplante Stilllegung
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