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Rabbiner in Mailand angegriffen – Meloni reagiert empört

Ein Rabbiner ist am Mittwochabend in Mailand angegriffen worden. Ministerpräsidentin Giorgia Meloni verurteilte die Tat und verwies auf weitere antisemitische Vorfälle. Zugleich wird ein entsprechendes Gesetz im Parlament blockiert.

Rabbiner in Mailand angegriffen – Meloni reagiert empört
Foto: DER STANDARD

In Mailand ist am Mittwochabend ein Rabbiner angegriffen worden. Der Vorfall löste in Italien eine empörte Reaktion von Ministerpräsidentin Giorgia Meloni aus. Weitere Einzelheiten zu den Umständen der Attacke liegen in den vorliegenden Informationen nicht vor.

Meloni erklärte, der Angriff sei alles andere als ein Einzelfall. Damit verwies die Regierungschefin auf ein aus ihrer Sicht wiederkehrendes Problem antisemitischer Vorfälle in Italien. Ihre Reaktion erfolgte vor dem Hintergrund einer politischen Auseinandersetzung über den Umgang mit Antisemitismus im Land.

Im italienischen Parlament wird nach den vorliegenden Angaben derzeit ein Gesetz gegen Antisemitismus von der Opposition blockiert. Ein Zusammenhang zwischen der parlamentarischen Debatte und dem Angriff wird in den Informationen nicht näher erläutert. Auch ist nicht bekannt, in welchem Stadium sich das Gesetzgebungsverfahren befindet.

Der Angriff auf den Rabbiner und die Reaktion der Ministerpräsidentin rücken damit sowohl die Sicherheitslage für jüdische Menschen als auch den politischen Streit über gesetzliche Maßnahmen erneut in den Mittelpunkt. Angaben zu den mutmaßlichen Tätern, möglichen Motiven oder Verletzungen wurden nicht mitgeteilt.

Quelle: DER STANDARD ↗