Trotz eines deutlichen Rückgangs der Überfahrten nach Europa sind in diesem Jahr bereits mehr als 2.200 Migranten auf See gestorben oder verschwunden. Das geht aus Angaben der Internationalen Organisation für Migration (IOM) hervor, über die Al Jazeera English berichtet.
Die Zahlen zeigen nach Einschätzung der IOM, dass die Seewege nach Europa weiterhin hochgefährlich sind. Die Organisation verweist zugleich auf gestiegene Risiken entlang der Migrationsrouten. Damit bleibt die Gefahr für Menschen, die trotz rückläufiger Ankunftszahlen die Überfahrt antreten, erheblich.
Weitere Einzelheiten zu den Todesfällen und Vermissten werden in den vorliegenden Angaben nicht genannt. Ebenso liegen keine näheren Informationen zu einzelnen Routen oder konkreten Ereignissen vor. Fest steht nach den IOM-Daten jedoch, dass die Zahl der Menschen, die 2026 auf See ums Leben gekommen oder verschwunden sind, bereits über 2.200 liegt.
Die Entwicklung verdeutlicht, dass sinkende Zahlen bei den Überfahrten nicht automatisch mit einer geringeren Gefährdung der Migranten einhergehen. Nach Angaben der IOM haben sich die Risiken auf den Seewegen vielmehr erhöht.