Die Europäische Union warnt die Türkei vor einer möglichen Aussetzung des Handels mit Plastikabfällen. Nach Angaben der EU muss das Land seine Abfallbehandlung verbessern. Andernfalls könnte der Handel mit Plastikabfällen aus der EU in die Türkei gestoppt werden.
Hintergrund der Warnung sind laut EU „ernsthafte Verschmutzungsprobleme“. Die europäischen Behörden sehen demnach Handlungsbedarf beim Umgang mit den importierten Abfällen. Konkrete Maßnahmen oder Fristen wurden in den vorliegenden Informationen nicht genannt.
Die Türkei gilt als größter Abfallimporteur der Europäischen Union. Plastikabfälle aus der EU werden damit in erheblichem Umfang in das Land gebracht. Die nun ausgesprochene Warnung stellt diesen Handel unter den Vorbehalt einer verbesserten Abfallbehandlung.
Mit der möglichen Aussetzung würde die EU ein handelspolitisches Instrument nutzen, um auf die Umweltprobleme im Zusammenhang mit der Abfallverarbeitung zu reagieren. Ob und wann es zu einer tatsächlichen Einschränkung des Handels kommt, bleibt nach den vorliegenden Angaben offen. Die EU fordert zunächst Verbesserungen von der türkischen Seite.
Die Warnung betrifft die Beziehungen zwischen der Europäischen Union und der Türkei im Bereich der Abfallwirtschaft. Weitere Einzelheiten zu den beanstandeten Verfahren oder zum Umfang der möglichen Handelsaussetzung liegen nicht vor.