In der Ortschaft Burqa im Westjordanland sind nach Angaben palästinensischer Bewohner Olivenhaine in Brand gesetzt worden. Die Bewohner machen israelische Siedler für das Feuer verantwortlich. Der Vorfall ereignete sich ihren Angaben zufolge am Donnerstag, wenige Wochen vor dem Beginn der jährlichen Olivenernte.
Demnach seien die Siedler gegen 8 Uhr morgens in das Gebiet gekommen und hätten dort das Feuer gelegt. Angaben zum Ausmaß der Schäden oder zu möglichen Verletzten liegen in der vorliegenden Meldung nicht vor.
Die Bewohner erklärten außerdem, die israelische Armee habe sie daran gehindert, sich dem Brand zu nähern. Damit sei es ihnen erschwert worden, das Feuer selbst zu bekämpfen oder die betroffenen Bäume zu schützen. Eine unabhängige Bestätigung der Schilderungen liegt in den vorliegenden Informationen nicht vor.
Mahmoud Ribhi, dem das Land gehört, sagte nach Angaben von Arab News, unter den verbrannten Bäumen hätten sich auch Olivenbäume befunden, die teilweise „tausende Jahre“ alt gewesen seien. Die bevorstehende Ernte verleiht dem Vorfall für die betroffenen Landbesitzer zusätzliche Bedeutung, da die Olivenhaine zu diesem Zeitpunkt kurz vor der jährlichen Ernte stehen.
Der Brand ereignete sich in Burqa im besetzten Westjordanland. Weitere Einzelheiten zu den Verantwortlichen, zu möglichen Ermittlungen oder zu den entstandenen wirtschaftlichen Schäden wurden in der vorliegenden Meldung nicht genannt.