Ein Gesundheitsverbund des britischen Nationalen Gesundheitsdienstes NHS in County Durham hat eingeräumt, dass bei 20 Frauen unnötigerweise die Brüste entfernt wurden. Die Betroffenen gehörten zu mehreren hundert Menschen, die nach Angaben des Verbunds durch ihre Behandlung geschädigt wurden.
Bei den Eingriffen handelte es sich um Brustentfernungen. Nach der nun bekannt gewordenen Einschätzung waren diese Operationen bei den 20 Frauen nicht erforderlich. Weitere Einzelheiten zu den Umständen der Behandlungen, zum Zeitraum oder zu den konkreten Ursachen wurden in den vorliegenden Informationen nicht genannt.
Der Fall wird als Gesundheitsskandal und als möglicher Fall medizinischer Nachlässigkeit eingeordnet. Das Eingeständnis des NHS-Verbunds betrifft nicht nur die 20 Frauen, sondern steht im Zusammenhang mit einer größeren Zahl von Patientinnen und Patienten, die durch ihre Behandlung geschädigt worden sein sollen. Insgesamt ist von mehreren hundert Betroffenen die Rede.
Die vorliegenden Angaben enthalten keine Informationen darüber, welche weiteren Behandlungen oder Folgen die übrigen Betroffenen erlitten. Auch ist nicht bekannt, welche konkreten Maßnahmen der Gesundheitsverbund nach der Feststellung der Fehler ergriffen hat.
Der Fall ereignete sich in County Durham im Nordosten Englands. Die britische BBC berichtete über das Eingeständnis des NHS-Verbunds. Weitere Angaben zu möglichen Untersuchungen, Verantwortlichkeiten oder Entschädigungen liegen auf Grundlage der verfügbaren Informationen nicht vor.