Die Bank of Japan (BOJ) hat ihren Leitzins am Freitag auf 1,25 Prozent angehoben. Damit erreicht der Zinssatz den höchsten Stand seit 31 Jahren. Die Entscheidung markiert eine weitere Verschärfung der Geldpolitik in Japan und steht im Zeichen der fortgesetzten Normalisierung des geldpolitischen Kurses.
Die Notenbank reagiert mit dem Schritt auf anhaltende Inflationsrisiken. Weitere Einzelheiten zur Begründung der Entscheidung oder zu den wirtschaftlichen Annahmen der BOJ wurden in den vorliegenden Informationen nicht genannt. Fest steht jedoch, dass die Zentralbank ihren Kurs trotz der weiterhin bestehenden Risiken für die Preisentwicklung fortsetzt.
Die Zinserhöhung wird von Ökonomen als mögliches Signal für ein schnelleres Tempo bei weiteren Anhebungen bewertet. Daraus lässt sich nach Einschätzung der Fachleute ableiten, dass die Bank of Japan ihre geldpolitische Normalisierung unter Umständen beschleunigen könnte. Ob und wann weitere Zinsschritte folgen, blieb zunächst offen.
Trotz der höheren Zinsen bleibt der Yen schwach. Die Entwicklung der japanischen Währung steht damit im Gegensatz zur Verschärfung des geldpolitischen Kurses. Konkrete Gründe für die anhaltende Schwäche des Yen wurden in den vorliegenden Angaben nicht genannt.
Die Entscheidung der BOJ ist auch deshalb von Bedeutung, weil Japan über viele Jahre durch eine besonders expansive Geldpolitik geprägt war. Mit dem aktuellen Schritt setzt die Notenbank ihren bereits eingeschlagenen Weg der Normalisierung fort. Der Leitzins von 1,25 Prozent liegt nun auf dem höchsten Niveau seit mehr als drei Jahrzehnten.
Für die weitere Entwicklung kommt es darauf an, wie die Bank of Japan die Inflationsrisiken bewertet und ob sie ihre Zinspolitik anpasst. Die Einschätzung der Ökonomen, dass die jüngste Entscheidung ein Hinweis auf ein höheres Tempo sein könnte, ist dabei als mögliche Perspektive und nicht als festgelegte Ankündigung weiterer Schritte zu verstehen.
Die Zinserhöhung erfolgte in Tokio. Die Informationen stammen von Channel NewsAsia.