Seit dem Ausbruch neuer Feindseligkeiten im Juli sind im Jemen schätzungsweise 125.000 Menschen aus ihren Heimatorten geflohen. Nach Angaben der Vereinten Nationen gehört die aktuelle Vertreibungswelle zu den schnellsten und unbeständigsten, die das Land seit Jahren erlebt hat. Mehr als 57.000 der Geflüchteten sind Kinder.
Die Kämpfe finden zwischen den vom Iran unterstützten Huthi-Rebellen, der jemenitischen Regierung und deren Verbündetem Saudi-Arabien statt. Der Konflikt zwingt zahlreiche Familien dazu, ihre Wohnorte zu verlassen und Schutz in anderen Teilen des Landes oder außerhalb des Jemens zu suchen.
Für Tausende führt der Fluchtweg über die Meerenge Bab al-Mandab in Richtung Dschibuti. Die Überfahrt gilt als gefährlich. Unter den Menschen, die den Seeweg antreten, befinden sich nach den vorliegenden Angaben viele Kinder. Die Flucht erfolgt bei extremer Hitze und vielfach ohne ausreichende Wasservorräte.
Damit sind die Betroffenen nicht nur den Gefahren der Kämpfe ausgesetzt, sondern auch erheblichen Risiken während ihrer Flucht. Besonders für Kinder verschärfen Hitze und Wassermangel die ohnehin schwierige Lage. Wie viele Menschen die Überfahrt bereits bewältigt haben oder wie viele dabei in Not geraten sind, geht aus den vorliegenden Informationen nicht hervor.
Die Zahl von 125.000 Vertriebenen verdeutlicht das Ausmaß der jüngsten Fluchtbewegung. Die Vereinten Nationen bewerten ihre Entwicklung als besonders schnell und volatil. Eine weitere Einschätzung zur Dauer der Kämpfe oder zu den weiteren Fluchtbewegungen liegt nicht vor.
Die Angaben wurden von France 24 English veröffentlicht. Der Bericht beschreibt die Flucht aus dem Jemen und die gefährliche Überfahrt über Bab al-Mandab nach Dschibuti. Im Mittelpunkt stehen dabei die hohe Zahl der Vertriebenen, der Anteil der Kinder und die schwierigen Bedingungen, unter denen viele Menschen das Land verlassen.