← Alle Nachrichten

Micron-Beschäftigte in Taiwan weisen Bonusangebot zurück

Hunderte Beschäftigte von Micron Technology protestieren in Taoyuan gegen das Bonusangebot für 2026. Die Gewerkschaften fordern höhere Zahlungen und haben nach eigenen Angaben eine Streikfreigabe beschlossen.

Micron-Beschäftigte in Taiwan weisen Bonusangebot zurück
Foto: KURIER
KI-Hinweis: Dieser Beitrag wurde automatisiert auf Grundlage externer Nachrichten- und Informationsquellen aufbereitet und unter Einsatz künstlicher Intelligenz erstellt bzw. sprachlich bearbeitet. Mehr zur KI-Verarbeitung

Hunderte Beschäftigte des US-Chipherstellers Micron Technology haben vor dem Werk des Unternehmens in Taoyuan auf Taiwan protestiert. Anlass ist ein Streit über die Bonuszahlungen für das Geschäftsjahr 2026. Die Gewerkschaften lehnen ein von Micron vorgelegtes Angebot ab, das zwischen 35 und 68 Monatsgehältern vorsieht.

Nach Angaben der Arbeitnehmervertretungen wäre im Rahmen des Angebots eine Mindestzahlung von 1,7 Millionen Taiwan-Dollar vorgesehen. Das entspricht umgerechnet rund 46.383 Euro. Die Gewerkschaften halten die angebotene Regelung jedoch nicht für ausreichend und verlangen deutlich höhere Zahlungen.

Gefordert wird eine einmalige Bonuszahlung in Höhe von 83 Monatsgehältern. Darüber hinaus sollen die Beschäftigten künftig 15 Prozent des Betriebsgewinns erhalten. Diese Gewinnbeteiligung soll nach den Vorstellungen der Gewerkschaften im Abstand von jeweils drei Monaten ausgezahlt werden.

Die Arbeitnehmervertretungen geben an, rund 12.000 der insgesamt etwa 15.000 Micron-Beschäftigten in Taiwan zu vertreten. Damit beziehen sie einen großen Teil der Belegschaft in die Auseinandersetzung ein. Nach Angaben der Gewerkschaften stimmten 80 Prozent ihrer Mitglieder für eine Streikfreigabe.

Eine Streikfreigabe bedeutet zunächst, dass die Arbeitnehmervertretungen die Möglichkeit für einen Arbeitskampf erhalten. Aus den vorliegenden Informationen geht nicht hervor, ob bereits ein Streiktermin festgelegt wurde oder ob weitere Verhandlungen mit dem Unternehmen geplant sind. Die Abstimmung erhöht jedoch den Druck auf Micron im laufenden Streit über die Vergütung.

Für den US-Chiphersteller ist Taiwan nach eigenen Angaben ein wichtiger Produktionsstandort. Micron produziert demnach zwischen 50 und 60 Prozent seiner Mikrochips in Taiwan. Der Arbeitskonflikt betrifft damit einen erheblichen Teil der dortigen Fertigung des Unternehmens.

Im Mittelpunkt der Auseinandersetzung stehen die Höhe des Bonus für 2026 und die künftige Beteiligung der Beschäftigten am Unternehmensergebnis. Während Micron ein gestaffeltes Angebot von 35 bis 68 Monatsgehältern vorgelegt hat, verlangen die Gewerkschaften eine einmalige Zahlung von 83 Monatsgehältern sowie eine regelmäßige Beteiligung am Betriebsgewinn. Zu den weiteren Positionen des Unternehmens oder zum Verlauf möglicher Verhandlungen liegen keine Angaben vor.

Quelle: KURIER ↗