Die anhaltenden Kämpfe im Jemen haben nach Angaben der UN-Migrationsorganisation eine neue Vertreibungsbewegung ausgelöst. Insgesamt seien 112.000 Menschen innerhalb des Landes auf der Flucht, teilte die Organisation mit. Die Angaben verdeutlichen das Ausmaß der humanitären Folgen des Konflikts.
Neben der Binnenvertreibung verlassen auch Menschen den Jemen. Fast 3.000 Personen seien nach Dschibuti geflohen. Das Land liegt am Golf von Aden und ist damit ein Ziel für Menschen, die den Kämpfen auf der jemenitischen Seite entkommen wollen. Weitere Einzelheiten zur Zusammensetzung der Flüchtlingsgruppe oder zu ihrer Unterbringung wurden in den vorliegenden Informationen nicht genannt.
Die Lage wird durch eine Verschärfung der militärischen Spannungen in der Region zusätzlich belastet. Die Huthi hätten ihre Angriffe auf Infrastruktur in Saudi-Arabien verstärkt. Damit reicht die sicherheitspolitische Dimension des Konflikts über die Grenzen des Jemen hinaus und betrifft auch die angrenzende Golfregion.
Wie sich die jüngste Entwicklung auf die Zahl der Vertriebenen und Flüchtlinge auswirken wird, ist derzeit nicht bekannt. Fest steht nach den Angaben der UN-Migrationsorganisation, dass der Konflikt bereits zehntausende Menschen innerhalb des Jemen zur Flucht gezwungen hat und zugleich eine Fluchtbewegung über den Golf von Aden ausgelöst wird.