Bei einem russischen Angriff auf einen Bus in Kramatorsk sind am Donnerstag nach Behördenangaben mindestens zwölf Menschen getötet worden. 14 weitere Menschen seien verletzt worden, teilte die Staatsanwaltschaft mit, wie ORF News berichtete. Die Zahl der Opfer könne noch steigen.
Die Staatsanwaltschaft veröffentlichte Fotos mit leblosen Körpern und Trümmern vor dem brennenden Wrack des Busses. Kramatorsk und Slowjansk sind die letzten von der Ukraine kontrollierten Großstädte in der Region Donezk. Vor Beginn des russischen Angriffskrieges lebten in Kramatorsk 150.000 Menschen.
Nach einem russischen Großangriff in der Nacht auf Mittwoch stieg die Zahl der Toten nach Angaben ukrainischer Behörden auf 32. Über 100 Menschen seien verletzt worden. Besonders schwer getroffen wurde Pryluky in der nördlichen Oblast Tschernihiw. Dort zerstörte eine russische Rakete ein mehrstöckiges Wohnhaus.
Unter den Toten seien mehrere Kinder, teilte der Gouverneur der Region, Wjatscheslaw Tschaus, mit.
Weitere Todesopfer meldete Präsident Wolodymyr Selenskyj aus Kiew, Olexandrija und Krementschuk. In Kiew wurde ebenfalls ein mehrstöckiges Wohnhaus getroffen.
Hauptziel sei die Energieinfrastruktur gewesen, schrieb Selenskyj auf X. Die Ukraine befürchtet demnach, dass Russland wie in den vergangenen Wintern die Energieversorgung lahmlegen wolle.
Er habe von einem „Geburtstagsgeschenk“ gesprochen, das aus der Tötung von Kindern und Menschen bestehe.
Ukrainische Medien berichteten von Raketen oder Drohnen und bezeichneten die Anlage als für das russische Militär wichtig. Die ukrainische Flugabwehr leide unter Munitionsmangel, besonders bei Systemen zur Abwehr ballistischer Raketen, berichtete der Artikel. Selenskyj bezeichnete ballistische Raketen als größte Bedrohung und dränge täglich auf weitere Patriot-Luftabwehrsysteme.
Kurz zusammengefasst
- Bei einem russischen Angriff auf einen Bus in Kramatorsk wurden mindestens zwölf Menschen getötet und 14 weitere verletzt
- Nach einem russischen Großangriff stieg die Zahl der Toten auf 32; mehr als 100 Menschen wurden verletzt, darunter mehrere Kinder
- Russland zielte laut Selenskyj auf die Energieinfrastruktur; der Ukraine fehlt Munition für die Luftabwehr
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