Im Jahr 2025 besaßen 80 Prozent der wegen Diebstahls verurteilten Personen einen ausländischen Pass. Insgesamt wurden 12’819 Schweizerinnen und Schweizer wegen einer Straftat verurteilt, gefolgt von 1962 Personen aus Algerien, wie der Tages-Anzeiger berichtet.
Das Bundesamt für Statistik (BfS) schlüsselt die Verurteilungen seit dem vergangenen Jahr nach Nationalität auf. Über alle Straftaten hinweg wurden mit Abstand am meisten Schweizerinnen und Schweizer verurteilt. Je nach Delikt zeigen sich jedoch deutliche Unterschiede. Auch bei groben Verletzungen der Verkehrsregeln waren die Verurteilungen von Franzosen und Italienern im Vergleich zu anderen Ländern hoch.
Zwei Drittel der wegen Diebstahls verurteilten Personen gehörten nicht zur ständigen Wohnbevölkerung. Der Kriminologe Dirk Baier von der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften erklärte, dies deute auf einen Zusammenhang mit Asylsuchenden und Kriminaltouristen hin. Personen aus dem Asylbereich hätten teilweise keine Perspektive und wenig Geld. Kriminaltouristen kämen in die Schweiz, weil es dort tatsächlich etwas zu holen gebe, sagte Baier in der «Tagesschau».
Das BfS berechnet eine Belastungsrate, um die Zahl der Verurteilungen ins Verhältnis zur Größe der ständigen Wohnbevölkerung einer Nationalität zu setzen. Die höchsten Werte wiesen laut «Aargauer Zeitung» Personen aus Kongo mit 2,75 Prozent, aus Angola mit 2,31 Prozent, aus Somalia mit 2,22 Prozent und aus Algerien mit 2,19 Prozent auf.
Bei den Verurteilungen im Jahr 2025 waren ungefähr 80 Prozent der Betroffenen Männer, die Mehrheit davon mit ausländischer Staatsangehörigkeit.
Das BfS mahnt zur Vorsicht bei der Interpretation der Daten.
Kurz zusammengefasst
- 2025 besaßen 80 Prozent der wegen Diebstahls Verurteilten einen ausländischen Pass
- Zwei Drittel der wegen Diebstahls Verurteilten gehörten nicht zur ständigen Wohnbevölkerung
- Bei Verurteilungen 2025 waren etwa 80 Prozent Männer, die Mehrheit mit ausländischer Staatsangehörigkeit
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