Was passiert ist
Iranische Behörden haben ein Strafverfahren gegen die Organisatoren eines Laufes eingeleitet. Anlass ist nach den vorliegenden Angaben die Teilnahme mehrerer Frauen ohne Hidschab. Das Tragen der islamischen Kopfbedeckung ist im Iran vorgeschrieben.
Damit richtet sich das Vorgehen der Behörden gegen die Veranstalter des Laufes. Die Angaben beziehen sich auf einen landesweiten Vorgang im Iran, nennen jedoch keinen konkreten Austragungsort.
Was wir wissen
Nach der vorliegenden Meldung wurde gegen die Organisatoren Strafanzeige erstattet. Als Grund wird genannt, dass einige Teilnehmerinnen unverschleiert an dem Lauf teilnahmen. Weitere Einzelheiten zum Wettbewerb, zu den betroffenen Frauen oder zu den Organisatoren liegen in den bereitgestellten Informationen nicht vor.
Der Hidschab ist im Iran verpflichtend. Die Behörden begründen das Vorgehen den Angaben zufolge mit dem Auftreten der Läuferinnen ohne diese vorgeschriebene Bedeckung. Aus der Meldung geht nicht hervor, wann der Lauf stattfand oder welche konkreten rechtlichen Schritte nun folgen.
Was noch unklar ist
Unklar bleibt, wie viele Frauen ohne Hidschab an dem Lauf teilnahmen und wo genau die Veranstaltung stattfand. Auch Angaben zum Zeitpunkt der Strafanzeige, zu den konkreten Vorwürfen und zu möglichen weiteren Beschuldigten liegen nicht vor.
Nicht bekannt ist zudem, ob bereits Anklage erhoben wurde oder ob es weitere Konsequenzen für die Organisatoren oder Teilnehmerinnen gibt. Die vorliegenden Informationen enthalten auch keine Stellungnahme der Betroffenen oder nähere Angaben der iranischen Behörden zum Verfahren.
Quelle
WELT