Der Pharmakonzern Roche will an seinem Hauptsitz in Basel eine neue Produktionsstätte errichten. Die Investition in den Schweizer Standort erfolgt parallel zu umfangreichen Investitionen in den USA. Damit hält das Unternehmen trotz internationaler Standortentscheidungen an Basel als wichtigem Produktionsstandort fest.
Roche investiert nach Angaben der NZZ Milliardenbeträge in den Vereinigten Staaten. Zugleich reicht die finanzielle Spielräume des Konzerns offenbar auch für einen Ersatzneubau in Basel. Weitere Angaben zum Umfang des geplanten Bauvorhabens, zum Zeitplan oder zu den erwarteten Auswirkungen auf Beschäftigung und Produktionskapazitäten liegen in der vorliegenden Meldung nicht vor.
Die Standortentscheidung fällt vor dem Hintergrund einer kritischen Einschätzung des Roche-Managements zur Wettbewerbsfähigkeit der Schweiz. Das Unternehmen beklagt, dass das Land insbesondere steuerlich an Boden verloren habe. Damit verweist Roche auf die Bedingungen, unter denen internationale Pharmakonzerne Investitionen und Produktionsstandorte vergleichen.
Der geplante Neubau in Basel steht somit neben den Investitionen in den USA und ist nicht als vollständige Verlagerung der Aktivitäten zu verstehen. Welche konkreten Gründe für die jeweiligen Investitionen ausschlaggebend sind und wie sich die Vorhaben auf das Verhältnis zwischen den Standorten auswirken, geht aus den verfügbaren Informationen nicht hervor.
Das berichtete zuerst die Neue Zürcher Zeitung (NZZ).