In Tunesien sind nach einer propalästinensischen Demonstration mindestens elf Menschen festgenommen worden. Die Protestierenden hatten am Samstag die Freilassung von Organisatoren einer humanitären Flottille gefordert, die im vergangenen Jahr in Richtung Gaza aufgebrochen war. Das teilten Anwälte und Aktivisten mit.
Wie viele Menschen tatsächlich festgesetzt wurden, ist bislang nicht eindeutig geklärt. Aktivisten sprachen von mindestens 13 Festnahmen. Der Anwalt Ghassen Besbes, der einige der Betroffenen vertritt, nannte dagegen die Zahl von elf Inhaftierten. Auch der Rechtsanwalt Fedy Snene gehört zu den Juristen, die die Festgenommenen vertreten.
Die Demonstration richtete sich nach den vorliegenden Angaben insbesondere gegen die Inhaftierung der Organisatoren der Gaza-Flottille. Weitere Einzelheiten zu den Umständen der Festnahmen, zu möglichen Vorwürfen oder zum weiteren rechtlichen Vorgehen liegen bislang nicht vor.
Die unterschiedlichen Angaben zur Zahl der Festgenommenen zeigen, dass das Ausmaß der Maßnahmen zunächst unklar bleibt. Bestätigte Informationen darüber, ob weitere Menschen gesucht werden oder ob bereits Personen wieder freigelassen wurden, liegen nicht vor.
Über die Festnahmen berichtete zuerst Arab News unter Berufung auf Anwälte und Aktivisten.