Tausende Menschen sind nach mutmaßlichen Vergeltungsangriffen in der Region Far North im Norden Kameruns in die Stadt Waza geflohen. Die Betroffenen stammen aus mehr als zehn Dörfern im Umfeld von Makary und Medouga und erreichten den Aufnahmeort nach Angaben der vorliegenden Meldung unter anderem mit Lastwagen.
Bei den Angriffen soll es sich um Vergeltungsaktionen gehandelt haben, die mutmaßlich von Kämpfern der islamistischen Boko-Haram-Miliz verübt wurden. Die Fluchtbewegung folgt demnach auf die als Massaker bezeichneten Ereignisse in Medouga und Umgebung. Eine unabhängige Bestätigung der Täterschaft liegt in den vorliegenden Informationen nicht vor.
In Waza suchen die Familien nun Schutz. Wie viele Menschen genau angekommen sind, lässt sich aus den Angaben nicht ableiten. Ebenso fehlen derzeit nähere Informationen zu den Umständen der Angriffe, zu möglichen Opfern oder zu den Schäden in den betroffenen Dörfern. Angaben dazu, wie die Geflüchteten in Waza versorgt werden oder ob weitere Menschen ihre Heimatorte verlassen haben, liegen ebenfalls nicht vor.
Die Region Far North wird seit Jahren von Gewalt durch die Boko-Haram-Miliz und mit ihr verbundene Gruppierungen belastet. Die aktuellen Angaben beschreiben jedoch ausschließlich die jüngste Fluchtbewegung aus den Dörfern rund um Makary und Medouga nach Waza. Über weitere Reaktionen von Behörden oder Sicherheitskräften wurde in den vorliegenden Informationen nichts mitgeteilt.
Das berichtete zuerst Africanews.