Die argentinische Justiz hat gegen sieben iranische Staatsangehörige und einen Libanesen im Zusammenhang mit dem Anschlag auf das jüdische Gemeindezentrum AMIA in Buenos Aires ein Verfahren eingeleitet. Richter Daniel Rafecas sieht die acht Beschuldigten als verantwortlich für den Terroranschlag, bei dem 1994 insgesamt 85 Menschen getötet wurden.
Mit der Entscheidung wird nach Angaben der vorliegenden Meldung der Weg für einen Prozess in Abwesenheit der Angeklagten eröffnet. Genauere Angaben dazu, ob und wann ein solcher Prozess beginnen könnte, liegen bislang nicht vor. Auch weitere Einzelheiten zu den Beschuldigten oder zu den ihnen jeweils zugeschriebenen Handlungen wurden nicht genannt.
Der Anschlag richtete sich gegen die Asociación Mutual Israelita Argentina, kurz AMIA, ein jüdisches Gemeindezentrum in der argentinischen Hauptstadt. Das Attentat von 1994 zählt zu den folgenschwersten Terroranschlägen in der Geschichte Argentiniens. Die nun bekannt gewordene Entscheidung bezieht sich auf die strafrechtliche Verantwortung von insgesamt acht Personen.
Richter Rafecas bewertet die Beschuldigten demnach als Verantwortliche für den Anschlag. Die Entscheidung stellt einen weiteren Schritt in der juristischen Aufarbeitung des Falls dar. Ob die Beschuldigten an einem möglichen Verfahren teilnehmen werden oder sich in Argentinien befinden, geht aus den vorliegenden Informationen nicht hervor.
Das berichtete zuerst EL PAÍS América.